The Factory – Es gibt kein Entkommen

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Autorin: @bycatherineegan
Übersetzer: Leo H. Strohm
Verlag: @fischer.sauerlaender_kids

Inhalt:
In einer gar nicht so fernen Zukunft, in der die Klimakatastrophe gewaltige Flüchtlingsströme, verdreckte Städte und grassierende Armut verursacht hat, wird dem 13-jährigen Asher angeboten, ein Jahr in der Factory zu verbringen. Angeblich handelt es sich dabei um ein wundervolles Bildungszentrum mit sicherer Unterkunft, gutem Essen und viel Freizeit. Asher, der uneheliche Sohn eines einflussreichen Senators, kann sein Glück kaum fassen. Seine Mutter erhält eine finanzielle Entschädigung, sein späteres College wird bezahlt und er bekommt zudem eine exzellente Schulbildung. Wahnsinn.

Die Factory sieht jedoch ganz anders aus als auf dem Werbeflyer. Stacheldraht, schwer bewaffnete Wachleute, unheimlich wirkende Wissenschaftler und nicht zuletzt die frühe Begegnung mit einem völlig verwirrten Kind, das offensichtlich nicht weiss, wo es sich befindet, lassen erste Zweifel in ihm aufsteigen.

Spätestens als er in eine Art Röhre gesteckt und ihm irgendetwas extrahiert wird, merkt Asher, dass hier ganz und gar nichts stimmt. Zusammen mit neün Freunden versucht er herauszufinden, was den Kindern entnommen wird, welche Ziele die Factory wirklich verfolgt und wieso sein Vater so sehr darauf gedrängt hat, ihn dorthin zu schicken.

Meinung:
Catherine Egans Science-Fiction-Roman ist ein wilder Ritt. Die Autorin spannt uns lange auf die Folter, bevor wir erfahren, was genau aus den Protagonisten herausgeholt wird. Dies gelingt ihr durch einen wunderbar flüssigen und zugänglichen Schreibstil. Zwischendurch gibt es immer wieder Einschübe, die beschreiben, was Asher in Zukunft NICHT mehr tun wird. Anfangs ist das etwas verwirrend, weshalb ich diese Passagen zugegebenermassen zunächst nur überflogen habe.

Gegen Ende wird dieses „Was nicht passiert“ jedoch enorm wichtig, sodass ich noch einmal zum Anfang des Buches zurückgeblättert habe.

Die Charaktere, insbesondere Violet, sind mir schnell ans Herz gewachsen. Vi ist impulsiv, mutig und loyal, hat aber auch eine kleine, verrückte Ader. Asher hingegen ist neugierig, handelt deutlich überlegter als Vi und ist viel besser in der Lage, seine Situation einzuschätzen.

Die Geschichte ist äusserst spannend und leider gar nicht so weit hergeholt. Man kann sich durchaus vorstellen, dass es in einer solchen Welt gewissenlose Menschen gibt, denen die Zukunft von Kindern völlig egal ist.

Fazit:
Ein grossartiger, dystopischer Science-Fiction-Roman für Jugendliche. Er ist packend geschrieben und macht dank eines überraschenden Endes, das regelrecht Gänsehaut verursacht, zu 1000 Prozent Lust auf eine Fortsetzung.

Buchreihe:
The Factory – Es gibt kein Entkommen
The Experiment – Die Zeit kennt keine Gnade

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KIBU Jumper – Schnitzeljagd durch Palma

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Autorin: @leonie_jockusch
Illustrator: Oliver Brandt
Verlag: @denkriesen

Inhalt:
Im vierten Teil der Reihe (DENKRIESEN – KIBU JUMPER®: Schnitzeljagd durch Palma) verschlägt es die vier Freunde Leni, K, Pipa und i-Bob auf die Mittelmeerinsel Mallorca. Eigentlich suchen sie dort nach dem SUPER Tagg samt Jumpformel, damit die KIBU endlich wieder richtig steuerbar wird. Von Urlaub oder Chillen kann allerdings keine Rede sein: Mehrere gierige Verfolger haben es auf das Hightech-Gerät abgesehen. Allen voran ihr erzfeindlicher Hauptantagonist Katorga, der so verbissen und skrupellos wie noch nie versucht, die KIBU an sich zu reißen.

Die Flucht und die Suche nach dem SUPER Tagg entwickeln sich zu einer echten Schnitzeljagd quer über die Insel. Abseits des Ballermanns fliehen die Kids durch bekannte Orte, historische Burgen und malerische Küstenstreifen. Unterstützung erhalten sie dabei von einem unerwarteten tierischen Begleiter, der sich als cleverer Rätselknacker erweist. Als die KIBU schließlich doch gestohlen wird, beginnt eine dramatische Verfolgungsjagd.

Meinung
Für die Zielgruppe ist die Geschichte absolut gelungen und unterhaltsam aufbereitet. Die Story ist durchweg spannend gestaltet und bietet eine gelungene Mischung aus Abenteuer, Schnitzeljagd und Inselflair. Für Kinder ab etwa 8 Jahren dürfte der Band definitiv ein echtes Lese-Highlight sein.

Aus der Perspektive eines älteren Lesers wirkt die Handlung an manchen Stellen etwas vorhersehbar und in ihren Grundmustern wiederholt sich einiges. Dennoch ist das Buch (geschrieben von Leonie Jockusch und Maze Kahle) flüssig, anschaulich und gut verständlich geschrieben. Ich merke dann leider doch, dass ich älter werde. Das ändert aber nichts daran, dass es sich hier um ein spannendes Kinderbuch handelt

Fazit
Ein gelungenes, actionreiches Kinderbuch für Jungen und Mädchen ab 8 Jahren. Auch wenn die Story für ältere Leser etwas vorhersehbar ist, überzeugt Band 4 der KIBU-JUMPER-Reihe durch sein hohes Tempo, sympathische Charaktere und eine packende Schnitzeljagd über Mallorca. Für junge Abenteuer-Fans eine klare Empfehlung!

Buchreihe:
KIBU Jumper – London – Wettlauf gegen die Zeit
KIBU Jumper – Paris – Panik am Montmartre
KIBU Jumper – Hamburg – Die Flucht durch die Hafencity
KIBU Jumper – Mallorca – Schnitzeljagd durch Palma

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Mein geheimes Leben als Monsterjäger – Warum du niemals einen Riesenfalter wecken solltest

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Autorin: @iris.genenz_autorin
Illustratorin: Corinna Böckmann
Verlag: @suedpolverlag

Inhalt:
Dies ist nun schon der 4. Band in dem wir den 13-jährigen Charly Hartnuss und seinen Freund Martin, die sich in der Parallelwelt Anderlande zu Monsterjägern ausbilden lassen, begleiten dürfen. Natürlich dauert es auch in diesem Band nicht lange bis Charly kopfüber im Chaos steckt. Alle Portale zur Menschenwelt öffnen sich nach und nach. Wer steht sofort unter Verdacht? Charly Hartnuss, als einzig bekannter Portalwächter natürlich. Nun wollen die Götter ihn bestrafen und ins Dunkle Maul sperren. Aber glücklicherweise geben ihm die Götter noch eine Chance. Charly hat 3 Tage Zeit den wirklichen Übeltäter zu überführen. Hier beginnt nun eine chaotische und wirklich gefährliche Reise durch die Anderlande um Charly vor dem Dunklen Maul zu bewahren. Begleiten tun ihn auf diesem Abenteuer natürlich Epona, Béron, Elvyn und seine kleinen Monstertierchen Zwurg und Snuffle. Unterstützen soll ihn dieses Amal sogar Zóran, der war ja in den vorigen Geschichten immer der Bösewicht. Kann die Truppe das Rätsel um die geöffneten Portale in nur 3 Tagen lösen uns kann man Zróan wirklich trauen?

Meinung:
Iris Genenz hat auch dieses Mal eine fantastische, monsterstarke Geschichte geliefert. Erzählt wird diese wie gehabt aus der Ich-Perspektive von Charly. So wunderbar locker und absolut humorvoll erzählt er wie er von einer Vollkatastrophe in die nächste schlittert. Ihn muss man einfach gern haben. Aber auch seine Freunde sind durchweg tolle Persönlichkeiten die diese Geschichte zu etwas besonderem machen.

Man fängt hier an zu lesen und mag einfach nicht aufhören, weil schon am Anfang gleich chaotisch losgeht.

Illustrationen:
Das Cover finde ich auch wieder total gelungen. Richtig farbenfroh sieht man Charly in einer Höhle an einem Riesenfalter hängen. Die Überschriften der einzelnen Kapitel sind wieder toll gewählt und immer begleitet von einer kleinen Vignette aus der Feder von Corinna Böckmann.


Fazit:
Wer auf actiongeladene, humorvolle Fantasyabenteuer steht macht mit dieser Geschichte absolut nicht verkehrt. Freundschaft und Zusammenhalt sind hier einfach Thema. Ich habe es genossen Charly auf seiner chaotischen Reise zu begleiten und freue mich hier definitiv schon auf ein Wiedersehen.

Buchreihe:
Mein geheimes Leben als Monsterjäger – Warum du niemals in einen Gully fallen solltest
Mein geheimes Leben als Monsterjäger- Warum du niemals an einem Riesenwurm hängen solltest!
Mein geheimes Leben als Monsterjäger – Warum du niemals in einen Monstersee springen solltest
Mein geheimes Leben als Monsterjäger – Warum du niemals einen Riesenfalter wecken solltest
Mein geheimes Leben als Monsterjäger – Warum die niemals eine Göttin reizen solltest

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Biber Justin – Auf der dunklen Seite des Pools

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Autorin: @smilla_blau.buchsammlerin
Illustrator: @nikolai_renger
Verlag: @fischer.sauerlaender_kids

Inhalt:
Bisher lebt Lenny mit seiner kleinen Schwester und seinen Eltern in einem alten Holzhaus. Das coolste daran ist, dass dieses einen Pool im Garten hat. Für Justin ist der Pool super wichtig, da er Wasserball spielt und täglich trainieren muss um in die Jugendnationalmannschaft aufgenommen zu werden. Er ist nämlich der schnellste Schwimmer im Team und auch seine Wurftechnik hat es in sich, aber unter Druck setzt es bei ihm aus und er haut den Ball daneben. Nun muss Opa aber, da er nicht mehr alleine leben kann, einziehen. Dies sieht Lenny als Chance, da Opa früher ein erfolgreicher Wasserballspieler war. Bestimmt kann er ihm ein paar Tricks beibringen und ihn trainieren. Dieser bringt seinen neuen Assistenzhund Justin mit. Lenny traut seinen Augen nicht, denn dieser Hund ist eindeutig ein Biber und niemand aus seiner Familie scheint das zu bemerken.

Für Lenny ist dies eine Vollkatastrophe. Nicht nur, weil der Biber das Holzhaus anknabbert, sonder auch da Justin schnell den Pool für sich beansprucht. Außerdem kann Justin sprechen, aber tut dies irgendwie nur mit Lenny. Zwischen den beiden beginnt ein irrer Revierkampf in dem sich beide nichts schenken. Lenny versucht nun alles um den Biber wieder loszuwerden. Aber nach und nach kommen die zwei sich doch näher und Lenny lernt, dass Justin ihm in verschiedenen Situationen eine große Hilfe sein kann. Können die zwei es schaffen doch noch friedvoll den Pool zu teilen?

Meinung:
Smilla Blau hat hier eine bi-ba-bomstische Geschichte geschrieben. Ein wenig verrückt und wunderbar warmherzig. Gespickt mit Anspielungen auf die Popkultur die mir schnell ins Auge gefallen sind. Als Leser bekommt man ganz nebenbei viel Wissen über die Biber vermittelt. Justin ist nämlich gar nicht fies, sondern er folgt seinen Instinkten und tut einfach nur was Biber eben tun.

Lenny sein Problem unter großen Druck zu versagen ist hier auch ein wichtiges Thema. Kann er es schaffen diese Angst zu überwinden?

Man lernt, dass man nicht jeden der anders ist verurteilen soll.

Illustrationen:
Nikolai Renger hat wieder ein mega Cover illustriert. Farbenfroh und total witzig verspricht allein dies eine lustige Geschichte. Die vielen schwarz-weiß Illustrationen geben dem Buch den letzten Schliff und lassen alles noch ein wenig lockerer wirken.


Fazit:
Hier erwartet einen eine humorvolle und warmherzige Geschichte, die ganz nebenbei auch noch lehrreich ist. Der lockere und witzige Schreibstil von Smilla Blau lässt einen einfach durch die Seiten fliegen. Ich habe mich ganz wunderbar unterhalten gefühlt und beobachtet wie der anfängliche Zwist zwischen Lenny und Justin sich gewandelt hat. Eine tolle Geschichte die ich gerne weiterempfehle.

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Legende der Schattenwächter – Kampf um die magischen Schlüssel

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Autor: @larsmeyer_autor
Illustrator: @isabeau_backhaus_art
Verlag: @suedpolverlag

Inhalt:
Armin Sturm ist im Jahr 1897 fünfzehn Jahre alt und verdient seine Brötchen als Hamburger Hafenarbeiter. Seit dem Tod seiner Mutter hat sich sein Vater zurückgezogen und bastelt nur noch an Uhren herum. Das Geld reicht nie für die Miete, und Armin ist zunehmend frustriert darüber, dass sein Vater sich so gehen lässt.

Armins Leben ändert sich schlagartig, als sein Großvater plötzlich vor ihm steht und direkt in einen Kampf mit einem dunklen Schattenwesen verwickelt wird. Hagen Sturm, so dessen Name, beschützt zusammen mit seiner Begleiterin Nari magische Schlüssel.

Nari traut Armin anfangs nicht, da dieser, obwohl er ein Sturm ist, überhaupt keine Ahnung vom wichtigen Auftrag seiner Familie hat.

Und dann ist da noch Viktoria. Sie ist wunderschön, fast wie eine Prinzessin, verbirgt aber ein dunkles Geheimnis.

Meinung
Ich liebe die Art, wie Lars Meyer schreibt. Schon seine „After Dawn“-Reihe hat mich gefesselt, die in einer dystopischen Zukunft spielte. Diese Geschichte hier ist jedoch gegen Ende des 19. Jahrhunderts angesiedelt und befasst sich mit vielen magischen Kreaturen und Mythen. Ich mag es sehr, dass dieses Jugendbuch mich als Leser ernst nimmt. Besonders gefeiert habe ich die Rückblenden, in denen die Beweggründe des Antagonisten erklärt werden. Die Tiefe und die Action, die hier auf knapp 440 Seiten verpackt sind, sind einfach wahnsinnig gut.

Ich wusste im Vorfeld, dass mich dieses Buch nicht enttäuschen würde, aber tatsächlich habe ich die Geschichte von Nari, Armin und Viktoria in einem Rutsch weggesuchtet.

Auch das Cover ist ein echter Hingucker.

Fazit
Wer magische Geschichten liebt, die von wunderbar durchdachten Charakteren getragen werden, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Ohne das Ende zu spoilern, kann ich jetzt schon eines sagen: Ich bin mir relativ sicher, dass wir nicht das letzte Mal von den drei Freunden gehört haben.

Buchreihe:
Legende der Schattenwächter – Kampf um die magischen Schlüssel
Legende der Schattenwächter – Jagd nach dem Gjallarhorn

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Erben des Imperiums

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Kennt ihr die Buchreihe „Erben des Imperiums“?

Autor: @oskarkallner
Illustrator: @karl_johnsson
Übersetzerin: @2mikosch2
Verlag: @atrium_kinderbuch_verlag

Inhalt
Band 1: Der Anfang (Angriff der Krao)
Eines Abends kommt die Mutter von Alice und Elias einfach nicht mehr nach Hause und ausgerechnet ihr Vater soll etwas mit ihrem Verschwinden zu tun haben. Den Geschwistern bleibt nichts anderes übrig, als zu fliehen. Auf ihrer Flucht durch den Wald werden sie von seltsamen Gestalten angegriffen, ehe sie von einem merkwürdigen Wesen namens Brock gerettet werden. Brock stellt sich als alter Freund der Mutter heraus und nimmt die Kinder mit auf sein Raumschiff, die Phönix. Dort erfahren sie, dass ihre Mutter von der gefährlichen Spezies der Krao entführt wurde und dass ihr ganzes bisheriges Familienbild nicht das ist, was sie dachten.

Rezension: Erben des Imperiums – Angriff der Krao

Band 2: Das Vermächtnis (Parishvis Vermächtnis)
Die Suche nach der Mutter führt Alice und Elias auf die gigantische Raumstation Die Eisenrose, auf der es vor unterschiedlichsten Kulturen und Lebensformen nur so wimmelt. Dort treffen sie auf den Adligen Karnidda, der für die Entführung ihrer Mutter verantwortlich ist. Auf der Flucht vor ihm kommen sie am sagenumwobenen Phönixbrunnen vorbei, dem Wahrzeichen des totgeglaubten Imperiums.

Rezension: Erben des Imperiums – Parishvis Vermächtnis

Band 3: Der Grabplanet
Die Phönix stürzt auf Umbezra ab, dem alten Grabplaneten des Imperiums, auf dem eigentlich nur die Toten sein sollten. Dann empfangen Alice und Elias dort ein Notsignal ihrer Mutter. Dicht gejagt von Karnidda und seinen Kraokriegern müssen sie tief in uralte Katakomben und die Unterwelt der Ruptoren hinabsteigen. Das ist der bislang düsterste Teil der Reihe.

Band 4: Der Gedächtniskristall
Die schwer mitgenommene Phönix muss repariert werden, doch der Crew fehlt das Geld. Also landen Alice und Elias auf dem Planeten Tenia, in dessen Hauptstadt Estecor, um einen lukrativen Auftrag anzunehmen: Sie sollen einen gestohlenen Gedächtniskristall aufspüren. Was nach einem geradlinigen Job aussieht, wird schnell zu einer gefährlichen Mission.

Meinung
Die Geschichte nimmt die Ausgangssituation sehr ernst: Eine verschwundene Mutter und der Vater unter Mordverdacht, das allein ist schon düster genug. Als es dann auch noch auf den Grabplaneten geht, wird spannungstechnisch noch eine Schippe draufgelegt. Die kurzen, knackigen Kapitel sorgen dafür, dass auch weniger textsichere Kids am Ball bleiben, ohne dass die Handlung an Tiefe verliert.

Illustrationen
Ein echtes Markenzeichen der Reihe: Die Kapitel werden immer wieder durch dynamische Comicseiten von Karl Johnsson aufgelockert. Diese Kombination aus Fließtext und Comic-Einschüben funktioniert hervorragend, um die Lesemotivation hochzuhalten, gerade bei Kindern, die von reinen Textwüsten sonst eher abgeschreckt werden. Die Übergänge zwischen Text und Bild wirken nie wie ein Stilbruch, sondern wie ein durchgängiges, filmisches Erzähltempo.

Fazit
Erben des Imperiums ist eine herausragende Buchreihe für Kinder ab ca. 9 Jahren. Oskar Källner baut ein Universum auf, das sich wie ein episches Science-Fiction-Kinoabenteuer anfühlt, aber perfekt auf eine jüngere Zielgruppe zugeschnitten ist. Unterstützt wird das durch die starken Illustrationen von Karl Johnsson.
Absolute Leseempfehlung!

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Nico & Will – Das Gericht der Toten

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Autor: Rick Riordan und @markoshiro
Illustrator: @trickwelt
Übersetzerin: Gabriele Haefs
Verlag: @carlsen_kinderbuch

Inhalt:
Das 2. Abenteuer rund um Nico & Will nimmt Fahrt auf, als die beiden von Nicos Schwester Hazel um Hilfe gebeten werden. Im Camp Jupiter suchen immer mehr Monster, oder wie sie sich selbst nennen: Mythenwesen, Zuflucht. Sie sind aus der Unterwelt entflohen, um ein neues, friedliches Leben zu beginnen. Nicos soll nun zwischen den misstrauischen Halbgöttern und den schutzsuchenden Mythenwesen vermitteln und für Versöhnung sorgen.

Doch kaum ist er vor Ort eingetroffen, wird er von düsteren Albträumen geplagt. Eine mysteriöse Stimme warnt ihn eindringlich davor, dass er sich gegen ein Gericht und die bestehende Ordnung stellt, wenn er Monster unterstützt. Obwohl Nico versucht, sich davon nicht einschüchtern zu lassen, spitzt sich die Lage schlagartig zu: Mitten in der Nacht werden Mythenwesen entführt, ohne dass jemand etwas bemerkt. Nico & Will müssen nun herausfinden, wohin die Wesen verschleppt wurden, was es mit dem ominösen „Gericht der Toten“ auf sich hat und welche Rolle Hades in diesem Geflecht spielt.

Meinung:
Der Roman überzeugt auf ganzer Linie durch den gewohnt mitreißenden Schreibstil von Rick Riordan (in Zusammenarbeit mit Mark Oshiro). Die Handlung ist vollgepackt mit spritzigem, trockenem Humor und packenden Action-Szenen, die das Buch von Anfang an extrem unterhaltsam machen. Sehr gelungen ist auch die philosophische Frage, die das Buch aufwirft: Wer entscheidet eigentlich darüber, wer ein Monster ist?

Der einzige wirkliche Wermutstropfen betrifft die Verteilung der Hauptrollen: Obwohl das Buch den Titel Nico & Will trägt, ist Nico fast die einzige echte Hauptfigur im Fokus. Hier wäre es sehr wünschenswert gewesen, regelmäßig zwischen den Perspektiven der beiden Charaktere zu wechseln, um auch Wills Sichtweise und Gefühlswelt mehr Raum zu geben.

Fazit:
Trotz der etwas einseitigen Perspektive ist dieses Buch ein rundum gelungenes, humorvolles und spannendes Fantasy-Abenteuer. Es bietet beste Unterhaltung für alle Fans der Mythologie-Welt. Eine klare Leseempfehlung für alle ab 10 Jahren.

Buchreihe:
Percy Jackson – Diebe im Olymp
Percy Jackson – Im Bann des Zyklopen
Percy Jackson – Der Fluch des Titanen
Percy Jackson – Die Schlacht um das Labyrinth
Percy Jackson – Die letzte Königin
Percy Jackson – Der Kelch der Götter
Percy Jackson – Der Zorn der dreifachen Göttin

Die Kane-Chroniken – Die Rote Pyramide
Die Kane-Chroniken – Der Feuerthron
Die Kane-Chroniken – Der Schatten der Schlange

Magnus Chase – Das Schwert des Sommers
Magnus Chase – Der Hammer des Thor
Magnus Chase – Das Schiff der Toten
Magnus Chase – Geschichten aus den Neun Welten

Die Abenteuer des Apollo – Das verborgene Orakel
Die Abenteuer des Apollo – Die dunkle Prophezeiung
Die Abenteuer des Apollo – Das brennende Labyrinth
Die Abenteuer des Apollo – Die Gruft des Tyrannen
Die Abenteuer des Apollo – Der Turm des Nero

Nico und Will Reise ins Dunkel
Nico & Will – Das Gericht der Toten


Percy Jackson – Auf Monsterjagd mit den Geschwistern Kane

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Die ganze Wahrheit über die 5. Klasse

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Autorin: @kimtomsic
Illustrator: @mark_parisi_otm
Übersetzerin: Birgit Niehaus
Verlag: @carlsen_kinderbuch

Inhalt
Nach der Grundschule kommt man in die fünfte Klasse einer weiterführenden Schule. Das bedeutet, dass sich Freundschaften, die in den vier Jahren der Grundschule entstanden sind, maximal verändern. So auch bei den besten Freunden Charli und Alex. Es herrscht Funkstille und Charli vermutet, dass Alex ihr größtes Geheimnis ausgeplaudert hat.

Alex selbst versteht nicht, was passiert ist, und liest deshalb heimlich in Charlis Tagebuch. Dadurch wird die Situation noch viel schlimmer.

Der Comicroman von Kim Tomsic und Mark Parisi greift die typischen Probleme der fünften Klasse auf. Themen wie Missverständnisse, Schamgefühle, Freundschaft und Probleme in der zwischenmenschlichen Kommunikation werden behandelt.

Meinung
Die 5. Klasse ist gemein. Neue „Freunde“, die erst einmal welche werden müssen, und eine komplett neue Lernumgebung sind eine Herausforderung. Der Freundeskreis verändert sich. Auf einmal gibt es Leute aus anderen Schulen oder Parallelklassen, die jetzt KlassenkameradInnen sind.

Mir gefiel der doppelte Tagebuch-Ansatz sehr. Während Charli ausschweifende Tagebucheinträge schreibt, die sie mit Stickern und Glitter dekoriert, ist Alex eher zeichnerisch unterwegs und erklärt mehr mit Bildern.

Die beiden Tagebücher unterscheiden sich stark voneinander, aber dennoch wollen beide ProtagonistInnen eigentlich das Gleiche vom Leben. Das hat das Team Tomisic/Parisi wirklich super hinbekommen.

Der Schreibstil ist toll, leicht verständlich und vor allem humorvoll. Durch die Unterscheidung von Alex und Charli gibt es mal mehr wunderschöne Illustrationen und manchmal mehr „Sticker“, die ja auch Illustrationen sind.

Fazit:
„Die ganze Wahrheit über die 5. Klasse“ ist ein absolut gelungenes, witziges und lebensnahes Buch für Kinder ab etwa zehn Jahren. Comicromane möchte man zwar immer mit „Gregs Tagebuch“ vergleichen, aber das wäre hier ein Fehler. „Die ganze Wahrheit“ ist ein schönes Buch über Freundschaft und Kommunikation und eine klare Leseempfehlung.

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Stadt der Hexer und Betrüger

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Autorin: @mohr.to.read
Verlag: @carlsen_kinderbuch

Inhalt:
Jonathan Fossell braucht Hilfe: Der ehemalige Ausbilder und Freund von Cor ist mit seinen Schützlingen in die Stadt Brugent gezogen, um eine unheimliche Verschwörung aufzuklären. Da die Taten stark nach der Handschrift einer Diebesgilde aussehen, bittet er Cor und Ro um Unterstützung. Die beiden haben sich in Granadis eigentlich gut eingelebt, doch der feste Tagesablauf droht allmählich langweilig zu werden. So stürzen sich die ehemaligen Diebe nur allzu gern in dieses neue Abenteuer.

Meinung
„Stadt der Hexer und Betrüger“ ist der dritte Band der Reihe und das Lesen fühlt sich an, als würde man alte Freunde besuchen. Judith Mohr schafft es, dass die Charaktere sich „real“ anfühlen, weil sie sich von Buch zu Buch weiter entwickeln und sich das wie ein Besuch von Freunden anfühlt.

Besonders gut gefällt mir, dass dieses Mal der Magier Jonathan Fossell mehr in den Mittelpunkt rückt. Wir bekommen spannende Einblicke in seine Vergangenheit, was seiner Figur deutlich mehr Tiefe verleiht. Immerhin wussten wir alle bei Band 1 noch gar nicht, wie wir Fossell einordnen sollten und im dritten Buch kriegt diese Figur wesentlich mehr Spielzeit.

Fazit
Diese Buchreihe ist für alle jungen und auch älteren Fantasy-Fans eine absolute Leseempfehlung. Theoretisch ist es möglich, die Bücher unabhängig voneinander zu lesen, aber das wäre ja nicht so schlau, weil einem die Charaktere ans Herz wachsen.

Buchreihe:
Stadt der Magier und Diebe
Stadt der Sänger und Verschwörer
Stadt der Hexer und Betrüger

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Back to Mars – Kampf um die Freiheit

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Autor: @derchristianlinker
Illustrator: @maxmeinzold
Verlag: @dtv_verlag

Inhalt:
Will und seine Freunde leben nach den Ereignissen des ersten Buches reich, aber zurückgezogen in verschiedenen Teilen der Welt, während Jonto und Solnik auf dem Mars sind. Im ersten Teil der Reihe hat die Gülcan-Crew eine unfassbar starke Energiequelle gefunden. Diese ermöglicht es, dass es trotz Klimakrise und einer recht dystopischen Version der Erde zumindest keine Energiekrise mehr gibt.

Die Erde hat sich seitdem weiterentwickelt, und mittlerweile leben auch Menschen auf dem Mars – allerdings gelten dort völlig andere Regeln. Im Jahr 2100 geht es auf dem roten Planeten noch sehr konservativ zu; zudem bilden Milliardäre und Großkonzerne die Regierung.

Will wird zufällig darauf aufmerksam, dass Jonto (die bekannte Figur aus *„Boy from Mars“*) sich angeblich gegen diese Machthaber ausgesprochen hat und deshalb ins Gefängnis geworfen wurde. Gemeinsam mit seinen Freunden versucht Will nun, irgendwie auf den Mars zu gelangen. Um Jonto und Solnik freizubekommen, müssen sie der dortigen Regierung jedoch ein Tauschgeschäft anbieten – und auch ihr eigener Ruhm auf der Erde wirft mittlerweile Schattenseiten auf. Es entspinnt sich eine komplexe Geschichte über Freundschaft, Klima, Politik, Neofaschismus, gewaltfreien Widerstand und die Macht der Medien.

Meinung
Da ich das erste Buch gelesen habe, wollte ich unbedingt wissen, wie es mit der Crew um Gülcan, Will, Jonto und all den anderen Figuren weitergeht. Christian Linker hat einen wahnsinnig flüssigen Schreibstil, mit dem er auch komplizierte Themen leicht verständlich erklärt.

Im Buch wird gegendert, und tatsächlich ist das sogar eines der zentralen Themen der Handlung: Während auf dem Mars traditionell von Freunden, Malern, Tischlern und Piraten gesprochen wird, hat sich auf der Erde im Jahr 2100 das generische Femininum durchgesetzt. Ich fand es richtig genial, dass mir das anfangs gar nicht aufgefallen ist – erst, als dieses sprachliche Detail in einem Gespräch zwischen zwei Figuren explizit thematisiert wurde.

Ich habe daraufhin noch einmal zwei bis drei Seiten zurückgeblättert und erst dann bemerkt, dass das Buch bis dahin komplett auf die männliche Form verzichtet hatte. Also, liebe Lesende, die immer behaupten, Gendern würde den Lesefluss zerstören: Überraschung, das tut es absolut nicht!

Die Geschichte selbst hat mir sehr gut gefallen. Vor allem die Tatsache, dass Pläne der Gang eigentlich nie wie vorgesehen funktionieren, sie deshalb spontan improvisieren müssen und dadurch meistens ein noch viel befriedigenderes Ergebnis erzielen, fand ich großartig. Der Mars und die dortige Politik sind spannend beschrieben und – gemessen daran, wer in der heutigen Realität tatsächlich Ambitionen hat, den Mars zu besiedeln – wahrscheinlich sogar erschreckend nah an der Wirklichkeit.


Fazit:
Alles in allem ein wunderbares Science-Fiction-Buch, das eine fesselnde Geschichte erzählt und sich trotzdem wunderbar leicht lesen lässt.

Buchreihe:
Boy from Mars
Back to Mars – Kampf um die Freiheit

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