Die Schatzsinsel

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Autor: Robert Louis Stevenson
Übersetzerin: Elisabeth Kessel
Überarbeitet von: Martin Engelmann
Illustrator@kai_wuerbs
Verlag@coppenrathverlag

Inhalt:
Als der junge Gastwirtssohn Jim Hawkins in den Besitz einer alten, geheimnisvollen Schatzkarte gelangt, ahnt er noch nicht, dass er den Schlüssel zum größten Abenteuer seines Lebens in den Händen hält. Gemeinsam mit dem tapferen Dr. Livesey, Gutsherr Trelawney und dem charismatischen Schiffskoch Long John Silver bricht er auf, um den legendären Schatz des berüchtigten Piratenkapitäns Flint zu finden. Doch schon bald muss Jim feststellen, dass an Bord der „Hispaniola“ nicht alles so ist, wie es scheint, und in den Schatten der Schiffsmasten dunkle Geheimnisse und Intrigen lauern… Während die Grenzen zwischen Freundschaft und Verrat immer weiter verschwimmen, entbrennt auf der sagenumwobenen Schatzinsel ein gnadenloser Kampf auf Leben und Tod…

Meine Meinung:
Robert Louis Stevensons „Die Schatzinsel“ ist die Piratengeschichte schlechthin und seit Generationen fester Bestandteil in jedem Kinderzimmer. Da unser Papa sie als sein absolutes Lieblingsbuch bezeichnet, habe ich mir die prachtvolle Schmuckausgabe aus dem Coppenrath-Verlag genauer angesehen.

Worum geht’s? Jim Hawkins gelangt zufällig in den Besitz der Schatzkarte des alten Seebären Billy Bones. Sie führt angeblich zum legendären Schatz von Captain Flint. Gemeinsam mit Dr. Livesey und John Trelawney wird ein Schiff gechartert, um die Insel zu suchen. Doch die Crew besteht größtenteils aus Freibeutern – der gefährlichste unter ihnen: Long John Silver. Es beginnt ein packendes Abenteuer voller Meutereien und Piratenkämpfe.

„Die Schatzinsel“ ist nicht ohne Grund ein Klassiker, der bereits über 20-mal verfilmt wurde. Unser heutiges Bild von Piraten beruht maßgeblich auf der romantischen Verklärung dieser Geschichte – das schließt moderne Blockbuster wie „Fluch der Karibik“ mit ein. Fast alle fiktiven Piraten wurden von Stevensons Charakteren beeinflusst. Da das Buch bereits 1880 erschienen ist, ließe es sich kaum noch spoilern, selbst wenn ich den gesamten Inhalt verraten würde.

Doch was macht ausgerechnet diese Ausgabe so besonders? Die Illustrationen von Kai Würbs sind wunderschön, doch das gesamte Buch ist ein haptisches Erlebnis. Neben den Zeichnungen finden sich darin Extras wie eine „echte“ Schatzkarte, Infomaterial zum „goldenen Zeitalter“ der Piraterie und sogar Posterausdrucke einer Disney-Verfilmung. Das schwere, hochwertige Papier verleiht dem Hardcover eine beeindruckende Wertigkeit.

Fazit:
Mit diesem Klassiker macht man nichts falsch. Wer Abenteuergeschichten und die etwas nostalgische, „hochgestochene“ Sprache mag, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Ein Muss für jedes Bücherregal!

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Gorm Grimm – Schule der Wikinger

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Autor: @patrick_wirbeleit
Illustrator: @kim_comiczeichner
Verlag: @kibitzverlag

Inhalt:
„Bei den Wikingern hat einem keiner gesagt, was man tun soll!“ Wann immer Julius sein Zimmer aufräumen oder Hausaufgaben machen muss, denkt er voller Neid an seinen Wikinger-Freund Gorm Grimm, der vor 1.000 Jahren unbeschwert in den Tag leben konnte. Wenn Julius wüsste! Tatsächlich droht Gorm nämlich ein ernstes Wörtchen seiner Mutter, sollte er sich nicht endlich zu benehmen lernen. Gorms Angst vor der strengen Hilde Balkenbrech setzt turbulente Ereignisse in Gang, durch die es Julius in die Welt der Wikinger verschlägt. Die Welt der Freiheit! Die Welt der Selbstbestimmung! Die Welt des, äh… wie jetzt, Holz hacken? Ich?! Wie, sonst von der Klippe werfen? Mich?! Gorm zurück! Patrick Wirbeleit & Kim erhören den lauten Ruf nach einem neuen Abenteuer ihres liebenswert-verrückten Wikingers. Der vierte Band der begeisternden Kindercomic-Reihe.

Meine Meinung:
Hausaufgaben – boah nee. Keiner mag Hausaufgaben, auch Julius nicht. Aber seine Mama sagt, dass man die unbedingt machen muss. Julius denkt sich: „Cool, Emre kann mir die abfotografieren und schicken, dann bin ich schnell fertig“, aber so schlau ist Julius’ Mutter auch, deshalb sackt sie das Handy ein.

Frustriert geht Julius erst mal eine Runde spazieren, weil Emre ihm am Festnetztelefon sagt, dass Julius die Aufgaben nicht abschreiben darf. „Aber wir können die zusammen machen“, das kriegt Julius schon nicht mehr mit, weil er genervt das Telefon wegschmeißt.

Beim Spaziergang passiert etwas Seltsames: Julius wird in die Wikingerwelt teleportiert und Gorm wird in die Jetztzeit teleportiert und trifft auf Emre.

In der Wikingerwelt kennen die meisten Julius noch nicht, aber er kann sie alle davon überzeugen, dass er ein Freund von Gorm ist. Bei den Wikingern gibt’s auch Hausarbeit, also soll Julius Holz hacken (kann er nicht, zu schwach) oder Wäsche waschen (kann er auch nicht, zu langsam) und irgendwie gibt’s gar nichts, wobei Julius den Wikingern helfen könnte. Gorm ergeht es in der Jetztzeit auch nicht anders. Er will einem Jäger helfen und das geht schief, er will Skischuhe anziehen und mit Emre eine Schneeballschlacht machen, das geht auch schief.

Ich habe Gorm und die Illustrationen von Kim sehr vermisst. Die Comics der beiden sind zum Brüllen komisch und ich liebe die Kombination aus Julius und Gorm einfach sehr. Ich hatte wirklich sehr viel Spaß beim Angucken und Lesen und die Geschichte ist mal wieder sehr, sehr cool.

Gorm Grimm ist einfach spitze. Als Kinderbuch für sehr junge Lesende funktioniert es richtig gut, aber auch ältere Leser und sogar Erwachsene können wirklich viel aus diesen Büchern gewinnen. Es gibt schon vier Gorm-Bücher und man kann sie alle unabhängig voneinander lesen, aber natürlich ist es nicht verkehrt, die Hintergründe zu kennen, deshalb lege ich euch diese Buchreihe unbedingt noch mal sehr ans Herz.

Buchreihe:
Gorm Grimm – Gross, stark, hungrig
Gorm Grimm – Lesen, schreiben, hämmern
Gorm Grimm – Schule der Wikinger

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Dreamslinger – Der Ruf des Drachen

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Autorin: @gracikimwrites
Übersetzerin: Ulrike Raimer-Nolte
Verlag: @baumhausbande

Inhalt:
Die 14-jährige Aria Loveridge ist kein gewöhnliches Mädchen: In ihr schlummert das mysteriöse Dreamslinger-Gen, durch das sie gewaltige Elementarmagie wirken kann. Doch diese Traumkraft gilt als gefährlich, und Aria hat gelernt, sie zu fürchten und zu unterdrücken. Fernab der Gesellschaft wächst sie im Resthaven-Internat auf – bis eines Tages Gesandte des sagenumwobenen Royalen Bundes der Dreamslinger auftauchen. Im Königlichen Hanguk sollen Aria und andere Jugendliche lernen, ihre Kräfte zu beherrschen. Aber Aria hat andere Pläne: Statt die Aufnahmeprüfungen zu meistern, will sie den Royalen Bund von innen heraus stürzen – und entdeckt dabei eine Welt, in der sie zum ersten Mal sie selbst sein darf …

Meine Meinung:
Die 14-jährige Hauptperson Aria Loveridge ist ein „Dreamslinger“. Das sind Menschen mit einer Genmutation, durch die sie im Schlaf auf eines von vier mystischen Monstern treffen. Diese Wesen locken die Slinger zu ihrem jeweiligen Elementarmeer, was am darauffolgenden Tag eine „Eruption“ des entsprechenden Elements zur Folge hat.

Aria findet sich in ihren Träumen erneut auf der bekannten Lichtung wieder. Vor ihr erscheint der Phönix, der sie, wie so oft, zum Feuermeer führt. Getrieben von einem unwiderstehlichen Drang, lässt sie ihre Zehen in das flüssige Feuer gleiten. Als sie am nächsten Morgen erwacht, eilt sie sofort in die Eruptionskammer des Resthaven-Internats, um die angestaute Feuerenergie kontrolliert abzugeben.

Dieser Tag ist besonders wichtig, da die Einrichtungen für Dreamslinger endlich auch in anderen Staaten legalisiert werden sollen. Nachdem Aria am Nachmittag geholfen hat, das Internat auf Vordermann zu bringen, trifft sie auf Gesandte des Royalen Bundes der Dreamslinger aus dem fernen Königreich Hanguk. Hanguk ist international in Ungnade gefallen, da es vor Jahren für eine verheerende Massen-Eruption verantwortlich gemacht wurde, bei der viele Menschen starben, darunter auch Arias Mutter. Seitdem wird Aria allein von ihrem Vater, dem Direktor der Schule, großgezogen.

Dieser ist wenig begeistert, als die Royalen Slinger alle Dreamslinger einladen, an ihren offiziellen Prüfungen teilzunehmen. Noch besorgter ist er, als die Regierung entscheidet, Aria als Spionin nach Hanguk zu schicken. Aria erklärt sich bereit zu helfen, da Resthaven die Schließung droht, falls sie keine belastenden Informationen über das geheimnisvolle Königreich liefert. Nach dem Flug wird sie von dem netten Fahrer Nam-Sam Chung abgeholt. Auf dem Weg nach Hanguk schläft Aria ein, landet direkt in der ersten Prüfung und beginnt damit ein großes Abenteuer voller Magie.

Das Buch bietet eine super spannende Geschichte mit einem extrem überraschenden Ende. Der Twist am Schluss hat mich wirklich aus der Bahn geworfen! Besonders hervorzuheben ist die Gestaltung: Die Karten von Hanguk und der Schlafenden Welt sind wunderschön gezeichnet, werden aber von den spektakulären Illustrationen der Tiere am Ende sogar noch getoppt. Ich habe das Buch tatsächlich kaum aus der Hand legen können, weil ich mehrfach diesen „Huch, was ist da denn los“-Moment hatte.
Ich würde das Buch Lesenden ab 10 Jahren empfehlen.

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Maggie Müller ermittelt – Ein GANS furchterregender Fall

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Autorin: @riekepatwardhan
Illustratorin: @ina.hattenhauer
Verlag: @carlsen_kinderbuch

Inhalt:
Maggie Müller ist mutig, unerschrocken und hat einen festen Lebensplan: Sie will später in Schottland als Detektivin arbeiten. Als die beiden Gänse ihrer schrulligen Nachbarin Violetta spurlos verschwinden, wittert sie ihren ersten Fall. Doch Violetta ist ihr leider keine große Hilfe, denn sie hat einfach vor allem und jedem Angst. Zum Glück ist da noch Maggies bester Freund Samuel, der ein gutes Händchen für »komische Menschen« hat. Schon bald sind die drei zu einem perfekt eingespielten Ermittlerteam zusammengewachsen. Und am Ende kann Violetta ihre Gänse überglücklich in die Arme schließen.

Ein rasanter Kinderkrimi mit extra viel Herz und jeder Menge Witz 

Meine Meinung:
Maggie Müller ist ein wenig seltsam. Sie spielt Dudelsack, will unbedingt Detektivin werden und irgendwie hat sie auch nicht wirklich Freunde. Außer Samuel, der mit ihrer schrulligen Art wunderbar zurecht kommt und generell ein Typ ist, der gute Menschenkenntnisse hat und sich – im Gegensatz zu Maggie – sehr gut in andere Menschen hinein versetzen kann.

Alles beginnt, als die Kinderbuchautorin Violetta Winkelmann in Maggies Klasse etwas aus ihrem Kinderbuch über eine Waschbärenbande vorliest. Maggie hatte zuerst ja sogar richtig Lust auf diese Waschbären. Denn das sind doch sicher Diebe und Verbrecher. Doch leider wurde sie enttäuscht, Violettas Geschichte war nur eine süße Geschichte über tapsige Waschbärenkinder, die in die Schule gehen und da lustige, harmlose, süße Abenteuer erleben.

Violetta vergaß nach ihrer Lesung ihre Mütze und Maggie, die nur eine Straße weiter wohnt, bekam die Aufgabe, diese zurück zu bringen. Dort lernte sie dann die Gänse von Violetta kennen, Wachgänse – um genau zu sein. Denn die Autorin ist super schreckhaft. Als die Gänse dann entführt werden, beginnen Maggie und Samuel mit ihren Ermittlungen.

Rieke Patwardhan hat mit Maggie Müller eine sehr schräge, aber nette Hauptfigur erschaffen, die einem ans Herz wächst, auch wenn die doch irgendwie sehr seltsam ist. Dudelsackspielen und Essensplan bestimmen und überall einen Fall wittern, ist schon verrückt, auf eine gute Art und Weise. Auch die Nebenfiguren machen sehr viel Spaß. Die Illustrationen von Ina Hattenhauer gefallen mir auch sehr gut.

Ich glaube, das Buch ist super für Lesende um die 8 Jahre. Es ist natürlich nicht zu spannend, dass man Alpträume bekommt. Sehr gut gefallen haben mir auch so Sprüche wie: „Das habe ich aus meinem Buch gelernt – Nahkampf für Hobbyköche“ – Also man hat ihr auch viel zu Lachen und Schmunzeln.

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Hunting Souls – Unsere verräterischen Seelen

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Autorin@tinakoepke
Illustratorin: Frauke Schneider
Verlag@coppenrathverlag

Inhalt:
Katrina Smythe ist 18 Jahre alt, Highschool-Schülerin und seit einem Jahr untot. Ein Glücksfall, ist sie so doch endlich diesen mühsamen Gefühlskram los: Schmerzen, Eifersucht, Aufregung – nicht mehr ihr Problem! Dafür ist sie stark und passt viel besser in ihre außergewöhnliche Familie aus Vampiren, Hexen und Werwölfen.

Doch alles ändert sich, als der neue Nachbarsjunge Tate Walker bei ihnen klingelt. Der ist nicht nur unverschämt gut aussehend, sondern leider auch Mitglied einer Familie von Jägern – den Erzfeinden aller Übernatürlichen. Katrina ist sofort bereit, mit diesem nervigen Tate kurzen Prozess zu machen. Aber dann geschieht das Unglaubliche: Die Walkers greifen nicht an, sondern bitten die Smythes um Hilfe. Und Katrina und Tate kommen sich näher als beiden lieb ist. Denn nach einem missglückten Seelenfluch können sie sich nur noch wenige Meter voneinander entfernen. Mehr Horror geht nicht – selbst für eine Untote! Wäre da nicht Katrinas verräterisches totes Herz, das plötzlich wieder sanft zu schlagen beginnt …

Meine Meinung:
In dem Roman „Hunting Souls“ von Tina Köpke steht die 18-jährige Katrina Smythe im Mittelpunkt, die seit einem Jahr als Untote lebt. Ihr familiäres Umfeld ist ungewöhnlich: Während ihre Eltern Vampire sind, ist ihre Schwester eine Hexe. Katrina selbst ist davon überzeugt, dass sie durch ihren Zustand keine Emotionen mehr empfinden kann.

Dies ändert sich jedoch, als sie auf den Jäger Tate Walker trifft. Da seine Familie Jagd auf übernatürliche Wesen macht, sind die Walkers und die Smythes eigentlich Erzfeinde. Dennoch kommt es zur Annäherung, da die Walkers auf Katrinas Hilfe angewiesen sind: Ihre Tochter wurde von einem Untoten gebissen und droht nun, sich selbst in ein solches Wesen zu verwandeln.

Während der Feier zum 16. Geburtstag von Katrinas Schwester eskaliert die Situation, als die Seelen von Tate und Katrina verflucht werden. Der Fluch verläuft jedoch anders als geplant: Eigentlich hätte er ihr Schicksal so besiegeln sollen, dass der Tod des einen auch das Ende des anderen bedeutet. Stattdessen sind sie nun räumlich untrennbar aneinandergebunden. Sie können sich kaum voneinander entfernen und sind gezwungen, sich stets im selben Haus oder sogar im selben Zimmer aufzuhalten.

In dieser unfreiwilligen Nähe bemerkt Katrina, dass sie entgegen ihrer Annahme doch noch zu Gefühlen fähig ist. Die Situation spitzt sich zu, als Tate zu einem Treffen junger Jäger reisen muss. Katrina ist gezwungen, ihn zu begleiten, und findet sich plötzlich inmitten einer Gruppe betrunkener und blutlüsteter Jäger wieder.

Ich fand das Buch insgesamt sehr gelungen, da die Geschichte spannend bleibt und mit interessanten Gegensätzen spielt. Besonders die Grundidee der Handlung und die Ausgestaltung der übernatürlichen Welt haben mir gut gefallen.

Ein wesentlicher Teil der Handlung konzentriert sich auf die Liebesbeziehung zwischen Katrina und Tate. Obwohl dies nicht das einzige Thema des Buches ist, nahm dieser romantische Teil für meinen persönlichen Geschmack einen etwas zu großen Raum ein. Ich mag Romantasy persönlich nicht so besonders, fand’s hier aber okay.

Trotz der starken Fokus auf die Romanze ist es ein fesselndes Werk. Ich würde das Buch allen Leserinnen und Lesern ab 13 Jahren weiterempfehlen, die eine Schwäche für die Kombination aus Fantasy und Romantik haben.

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Wilderland – Das Feuer

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Autorin@ginamayerautorin
Illustratorin: @carolinliepins
Verlag: cbj @penguinkinderbuch

Inhalt:
Auf der Flucht: Calum, Skye, Jasleen und Miro haben ihre Verfolger abgeschüttelt und sind untergetaucht. Doch die Ruhepause in der kanadischen Wildnis währt nicht lange. Skyes Rabe meldet die heranrückenden Verfolger, und sie müssen Hals über Kopf aufbrechen. Doch wohin? Und wer ist die »Nummer Fünf«, von der die rätselhafte Sam Garcia vor ihrer Flucht gesprochen hatte? Gibt es wirklich eine fünfte Person, die ihr Schicksal teilt? Eins steht fest: Sie müssen diese Person finden, koste es, was es wolle …

Meine Meinung:
Seit sich die Freunde Calum, Skye, Miro und Jasleen in einer Hütte in der kanadischen Wildnis niedergelassen haben, sitzen sie buchstäblich auf gepackten Koffern. Sie wissen, dass ihre Verfolger oder die rätselhafte Sam Garcia sie bald finden könnten. Als Skyes Rabe meldet, dass sich Fremde den Waldhütten nähern, machen sie sich sofort auf den Weg. Sie tauchen in einem verlassenen Ferienhaus unter und schmieden Pläne. Miro und Jasleen besuchen die örtliche Highschool, da sie vermuten, dass sich dort das gesuchte fünfte Kind des Wilderland-Projektes befindet. Jasleen, die nach den Geschehnissen im ersten Teil immer noch ein gewisses Vertrauen in Sam hat, steht weiterhin mit ihr in Kontakt und erhält Informationen, die sie der Gruppe teilweise verschweigt. Zudem bekommt Jasleen von Sam etwas, das ihre besondere Gabe verstärkt. Während die Freunde versuchen, die „Nummer Fünf“ zu identifizieren, wächst das Misstrauen innerhalb der Gruppe.

Ein mega gutes Buch, das Ende war sehr überraschend. Ich fand jedoch eine bestimmte Wendung bezüglich der tierischen Begleiter traurig, aber mit ein bisschen Abstand irgendwie aus sehr cool, weil das natürlich unterstreicht, dass NIEMAND sicher ist, selbst die Hauptfiguren nicht. Mehr spoiler ich hier nicht, aber das macht das Buch richtig, richtig spannend..

Buchreihe:
Wilderland – Der Wald
Wilderland – Das Feuer

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Heir of Storms

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Autorin: @laurynhamiltonmurray
Übersetzerin: Petra Knoob-Pawis
Verlag: cbj @penguinkinderbuch

Inhalt:
Am Tag, als Blaze auf die Welt kam, hätte sie diese fast in einem verheerenden Sturm untergehen lassen. Denn Blaze ist eine Sturmweberin – jedoch hineingeboren in eine der mächtigsten feuermagischen Familien des Imperiums. Seitdem ist Blaze gebrandmarkt und gefürchtet. Was niemand ahnt: Ihre Magie ist nach diesem schicksalhaften Tag versiegt. Doch als Blaze und ihr Zwillingsbruder Flint unerwartet zu einem Turnier an den Hof des Kaisers geladen werden, dessen Gewinnern nichts weniger winkt als die Krone eines der vier Königreiche, muss sie das erste Mal nach 17 Jahren versuchen, ihre Gabe heraufzubeschwören. Denn im Goldenen Palast warten noch ganz andere Herausforderungen: das Intrigenspiel der Mitbewerber ebenso wie gleich zwei gut aussehende Verehrer: der bezaubernde Kronprinz und ein gefährlich verführerischer Neuankömmling am Hofe.

Meine Meinung:
In „Heir of Storms“ begleiten wir Blaze, deren Schicksal von einem ironischen Widerspruch geprägt ist: Während ihre gesamte Familie das Feuer kontrolliert, gebietet sie – entgegen ihrem Namen – über das Wasser. Ihre Geburt war von einem gewaltigen Sturm begleitet, der das gesamte Königreich überflutete. Seit diesem Ereignis scheint ihre Macht jedoch versiegt zu sein; mehr als ein leichter Nieselregen will ihr nicht gelingen. Ganz im Gegenteil zu ihrem Bruder Flint, der sein Element wie ein Meister beherrscht.

Seit dem Tod ihrer Mutter leben die Geschwister bei ihrer Großmutter, da ihr Vater den Anblick von Blaze kaum erträgt – sie erinnert ihn zu sehr an seine verstorbene Frau. Nach 17 Jahren in Isolation muss Blaze am „Lebenstag“ erstmals wieder unter Menschen treten und ihre Gabe präsentieren, was prompt in einer Enttäuschung endet. Doch die Ruhe wahrt nicht lange: Nach dem Tod des Kaisers wird ein Turnier ausgerufen, um die neuen Repräsentanten der Elemente Erde, Wasser, Feuer und Luft zu bestimmen. Wie durch das Schicksal bestimmt, werden sowohl Blaze als auch Flint auserwählt. Im harten Wettkampf gegen andere „Bändiger“ muss Blaze nicht nur überleben, sondern entdeckt auch Seiten an ihrer Magie, die sie niemals für möglich gehalten hätte.

Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen! Es ist ein packender Fantasyroman, der durch ein hohes Tempo und unerwartete Wendungen überzeugt. Besonders spannend fand ich die Dynamik zwischen den Elementen und das Setting des Turniers, das einen sofort mitreißt. Lauryn Hamilton Murray schafft hier eine Welt, die eine tolle Mischung aus „Avatar“ und „Hunger Games“ ist.

Ein Highlight für alle Buchliebhaber ist zudem die optische Gestaltung – der Farbschnitt ist wunderschön und macht das Buch zu einem echten Hingucker im Regal. Da die Geschichte emotional und actionreich ist, aber nicht zu düster wird, empfehle ich das Buch allen Fantasy-Fans ab etwa 13 Jahren.

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Ein Rentier namens Zimtstern

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Autorin: @anne_scheller
Illustratorin: Elke Broska
Verlag: @baumhausbande

Inhalt:
Weihnachtszeit, Glöckchenklingeln … und ein lautes Rumpeln. Flora und ihr kleiner Bruder Amir staunen nicht schlecht, als plötzlich ein Rentier namens Zimtstern in ihren Schuppen kracht! Es möchte so gern den Schlitten des Weihnachtsmanns ziehen und muss dafür die Rentierprüfung bestehen – die aber leider gerade gar nicht gut läuft. Für Flora, Amir und den frechen Weihnachtswichtel Nille ist ganz klar, was zu tun ist: Sie päppeln Zimtstern wieder auf und helfen ihr, die Prüfung zu beenden. Als Dank dürfen sie das Rentier auf den Hof des Weihnachtsmanns begleiten und erleben dort zwischen Wichteln und Plätzchenduft ein magisches Weihnachtsabenteuer.

Meine Meinung:
Im Weihnachtsbuch „Ein Rentier namens Zimtstern“ geht es um Flora, die eines Abends ein lautes Geräusch hört. Als sie nachsieht, entdeckt sie ein Rentier namens Zimtstern, das abgestürzt ist und sich nun ausruhen muss. Zimtstern erzählt, dass er eine Prüfung ablegen müsse, erinnert sich aber nicht mehr daran, was genau er tun sollte. Er weiß nur, dass er von niemandem gesehen werden darf und eine wichtige Aufgabe hat,doch welche das war, hat er vergessen. Flora hilft Zimtstern dabei, wieder fit zu werden, damit sein Gedächtnis zurückkehrt. Doch Flora hat noch andere Sorgen: Ihre Familie ist gerade umgezogen, im Haus stehen überall Kisten und es ist überhaupt nicht weihnachtlich dekoriert. Dennoch setzt Flora alles daran, Zimtstern wieder zum Fliegen zu bringen. Das gelingt ihr zwar, doch die Aufgabe und damit auch Zimtsterns größter Wunsch, am Schlitten mitzufliegen, scheinen zeitlich kaum noch machbar zu sein.

Ich fand das Buch sehr schön. Besonders gut hat mir gefallen, dass sich die Geschichte nicht nur um Zimtstern dreht, sondern es auch um Floras Gefühle bezüglich des neuen Hauses und des Umzugs geht. Das verleiht der Geschichte neben der Magie auch eine alltägliche, nachvollziehbare Ebene.

Die farbigen Illustrationen sind sehr niedlich gestaltet. Sie passen perfekt zur Geschichte und versetzen den Leser beim Anschauen sofort in Weihnachtsstimmung.

Das Buch eignet sich wunderbar zum Vorlesen und ist für kleinere Kinder bis 8 Jahre passend. Mit seinen 24 Kapiteln ist es zudem eine tolle Begleitung durch die Adventszeit.

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Der Weihnachtskauz

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Autorin: @brittasabbag
Illustratorin: @_lafolo_
Verlag: @penguinkinderbuch

Inhalt:
Endlich wieder Weihnachten! Alle Tiere im Wald freuen sich auf das Fest, nur einer motzt sich schlecht gelaunt durch die Adventszeit: der Kauz! Schmücken, singen und basteln? Das ist nichts für ihn! Doch als der Kauz sieht, wie viel Spaß die Tiere zusammen haben und wie der Wald Tag für Tag festlicher wird, würde er doch zu gern bei den anderen sein. Ob der muffelige Kauz etwa doch noch zu einem echten Weihnachtskauz wird?

Meine Meinung:
In diesem Buch geht es um einen Kauz, der immer nur alleine sein will – egal ob an Weihnachten, Ostern oder Halloween. Das ändert sich erst, als er irgendwann an Weihnachten darüber nachdenkt, ob es vielleicht doch an ihm liegt, dass alle ihn meiden. So entscheidet er sich, bei den Weihnachtsvorbereitungen zu helfen. Entgegen seiner Erwartung sind die anderen Tiere freundlich zu ihm. Zusammen verbringen sie ein tolles Weihnachtsfest, bei dem keiner ausgeschlossen wird.

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Ich fand es besonders schlau vom Kauz, erst einmal zu schauen, ob er vielleicht selbst einen Fehler gemacht hat. Damit meine ich nicht, dass man den Fehler immer bei sich suchen muss, aber manchmal ist das doch besser, als alles auf andere zu schieben. Im Großen und Ganzen erinnerte mich die Geschichte ein wenig an den Grinch: Jemand wird ausgeschlossen und mag die anderen dann nicht mehr. Der Unterschied ist jedoch, dass der Kauz hier gerne dabei sein wollte, anstatt wie der Grinch Weihnachten zerstören zu wollen.

Es ist eine super süße Geschichte, und vor allem die Illustrationen haben bei mir sofort eine richtige Weihnachtsstimmung ausgelöst. Sie tragen maßgeblich zur Atmosphäre des Buches bei.
Fazit
Eine herzerwärmende Geschichte über das Dazugehören und die Selbstreflexion, die durch wunderschöne Bilder perfekt abgerundet wird – ideal für die Weihnachtszeit.

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Mister O’Lui – 24 Glücksmomente für den Advent

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Inhalt:
Ein Adventskalender mit 24 Blättern, die dich vom ersten Dezember bis zum Heiligabend begleiten. Mit je einem Tipp pro Tag

Meinung:
„Besinnliche, festliche Weihnachtszeit voller Frieden und Liebe und Glücklichsein.“. Das schallt uns in der Weihnachtszeit die ganze Zeit um die Ohren und wir sehen überall diese unfassbar glücklichen Menschen auf Werbeplakaten und im Fernsehen. Aber seien wir ehrlich: Es ist ein Glück, wenn man so glücklich ist, also wirklich glücklich. Doch, wie kommt man da hin?

Mister O’Lui – 24 Glücksmomente für den Advent ist so aufgebaut, dass jede Seite etwas enthält, was dir hilft, dich selbst wahrzunehmen und den Moment zu genießen. Komme zur Ruhe, trinke einen Kakao, lies mal ein Buch.

Auf den wunderschön illustrierten Kalenderblättern kriegst du jeden Tag einen Hinweis, wie du deine Achtsamkeit für dich selbst verbessern kannst. Und das beruhigt dich, bis das Weihnachtsfest dann tatsächlich kommt.

Ich fand den Kalender sehr gelungen, gerade weil wir als Kinder ja doch sehr aufgeregt und gestresst in diese Zeit gehen. Die Aufgaben auf den Seiten sind nie länger als ein paar Wörter, können also auch von super jungen Lesenden verstanden werden.

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