unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar
Autor: @struan_c_murray
Illustrationen: @devinellekurtz
Übersetzerin: @liteorike
Verlag: @loewe.kinderbuch
Inhalt:
In der zwölf Jahre alten Alex brodelt ein Feuer. Wut und Angst vor ihrer kontrollsüchtigen Mutter. Verlustängste, weil ihr Vater gestorben ist. Seit dem Tod des Vaters ist die Mutter ein riesiger Kontrollfreak geworden. Alex darf nicht mal mehr in den Wald gehen, wo sie so gerne Zeit mit ihrem Vater verbracht hat. Das ist aber nicht das einzige Feuer, das lodert: Alex ist ein waschechter Drache. Das merkt sie eher aus Zufall, denn als sie wieder mal richtig sauer auf ihre Mama ist, spuckt sie Feuer.
Der große Oliphos hilft Alex, mit ihren Kräften umzugehen. Sie kommt auf die Drachenschule auf die Insel Skralla. Dort sind auch andere Kinder mit dieser wunderbaren Macht.
Doch wer ist Freund und wer ist Feind? Und wem kann man tatsächlich trauen?
Meinung:
Schon wieder ein magisches Kind in einer Schule? Eine Auserwählte? JA! Auf jeden Fall sogar, denn Alex‘ Welt ist eine ganz andere, als das, was man erwarten würde. Der Drache ruht in ihr und in ihren Schulkameraden. Drachen sind wild, freiheitsliebend und vor allem komplett ungezügelt. Es gibt in Skralla keinen Speisesaal. In Skralla mampft man im Fressarium. Und auch der Unterricht ist nicht, wie in einer normalen Schule. Hier kämpfen Drachen gegeneinander oder sie bekämpfen Monster. Es geht bei diesen Kämpfen auch richtig zur Sache. Doof nur, wenn man seine Drachenkräfte noch nicht so richtig steuern kann und trotzdem kämpfen muss.
Struan Murray hat eine sehr, sehr mitreißende Geschichte über eine Drachenschule, eine große Verschwörung und viele magische Kreaturen geschrieben. Alex war mir von Anfang an sympathisch und ich habe die ganze Zeit gefiebert, dass sie ihre Kräfte entfesseln kann. Außerdem gibt es ein paar absolut irre Plottwists. Die Figuren, insbesondere Alex‘ Freundin Kaida und der Menschenjunge Erik gefallen mir sehr. Der tattrige Forscher Dr. Archibald P. Puppinsworth eröffnet die Kapitel und berichtet über seine Erfahrungen mit Drachen. Auch er ist ein echter Sympathieträger.
Wirklich toll fand ich den Erzählstil. Struan Murray baut eine glaubhafte Fantasywelt auf und sogar die Motive der Antagonisten sind irgendwie nachvollziehbar. Ich mag es, wenn ein Böser nicht einfach nur böse ist, sondern dafür triftige Gründe hat (auch wenn die manchmal ein wenig krank sind)
Fazit:
Selten hat mich ein Buch von Anfang an so mitgerissen wie ein Ritt auf einem wilden Drachen. Ich bin durch die Seiten gerast und habe mit Alex die ganze Zeit mitgefiebert.
An einigen Stellen musste ich wirklich laut lachen, an anderen saß ich staunend vor den Buchseiten, weil ich mit der Entwicklung überhaupt nicht gerechnet hatte.
Und genau das ist für mich die große Stärke von Dragonborn: Ja, die Grundidee „besonderes Kind kommt auf eine magische Schule“ ist nicht neu. Aber Struan Murray macht daraus eine eigene, wilde und verdammt unterhaltsame Welt.
Das Buch ist der erste Teil einer zweiteiligen Reihe. Ich weiß jetzt schon, dass ich den zweiten Band auf keinen Fall verpassen darf.
Für Fantasy-Fans ab 12 ist dieses Buch eine klare Empfehlung.
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