Fred im alten Rom – Im Schatten des Kolosseums

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Autorin: @birgetetzner
Illustrator: @karluhlenbrock
Verlag: @ultramar_media

Inhalt:
Fred ist mit seinem Großvater in Italien. Sein Opa erklärt ihm alle möglichen Fakten über die Gebäude, die großen Festplätze und insgesamt über die großartige Geschichte des ehemaligen Weltreiches. Es begann mit der Geschichte der Zwillingsbrüder Remus und Romulus, die von einer Wölfin gesäugt wurden und sich dann tödlich zerstritten, wo das mächtige Rom tatsächlich gegründet werden sollte. Natürlich ist das eine Legende und auch Opa Alfred sagt, dass Rom wahrscheinlich, wie jede andere Stadt aufgrund der Lage am Tiber zunächst eine Siedlung war, nach und nach dann eben eine Stadt wurde.

Die Römer lieben aber diesen Mythos, deshalb wird überall in Rom an diese Geschichte erinnert. Später treffen sie eine Freundin im Kollosseum, der bekanntesten Kampfarena der damaligen und wahrscheinlich auch heutigen Welt.

In dieser Arena darf Fred einen restaurierten Aufzug ausprobieren, über den damals zum Beispiel die Gladiatoren „urplötzlich“ in der Arena auftauchten. Fred betritt den Aufzug, der langsam hochfährt und URPLÖTZLICH findet sich Fred im alten Rom wieder und erlebt den Alltag der Gladiatoren, des Medicus und der Sklaven. Er trifft neue Freunde und ist direkt dabei, wie der Kaiser Gnade walten lässt oder eben auch nicht.

Meinung:
Birge Tetzner ist Kunsthistorikern und professionelle Sprecherin für Hörbücher und auch das Radio. Dem Buch selbst merkt man das auch an. Es ist sehr durch die Dialoge geführt und man hat die ganze Zeit das Gefühl, LIVE dabei zu sein. Fred stolpert zuerst ein wenig planlos durch die Handlung und wundert sich sogar, warum niemand jetzt groß besonders darauf reagiert, dass er nicht aussieht, wie ein typischer Römer, trotz der historisch korrekten Tunika.

Tatsächlich war Rom aufgrund der schieren Größe ziemlich „bunt“ und es war nicht unbedingt etwas besonderes, wenn ein Germane ein Senator war oder ein Grieche als Händler umherlief. Was das betrifft, war Rom sehr tolerant, sogar toleranter, als man heute in vielen Ländern ist.

Illustrationen:
Die Illustrationen im Buch von Karl Uhlenbrock sind wunderschön gezeichnet und pendeln zwischen malerischen Realismus und Wildlife Art hin und her. Die Zeichnungen achten darauf, einen architektonisch korrekten Look zu haben. Das hilft beim Lesen sehr, noch tiefer in diese Geschichte einzutauchen.

Fazit:
Geschichte kann spannend sein. In diesem Fall ist sie es. Da das Buch sehr dialoglastig ist, habe ich mir auch das wunderbare Hörbuch geholt, das von Andreas Fröhlich als Erzähler und Remo Schulze als Fred gesprochen wurde. Auch dabei in einer seiner letzten Rollen, der großartige Jürgen Thormann. Andreas Fröhlich kennt man aus den 3 Fragezeichen, Thormann zum Beispiel als Alfred aus den Batmanfilmen oder sogar als Gandalf. Remo Schulze habt ihr vielleicht mal bei verbotene Liebe gesehen.

Man merkt, wie viel Liebe der Verlag und die Autorin in dieses tolle Buch gesteckt haben.

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Licht ins Dunkel – Ein Gruselkrimi zum Mitraten

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Autor: @steffengumpert
Verlag: @carlsen_kinderbuch

Inhalt:
Rupert Rumpelstil ist – zumindest, wenn man seinen Klassenkameradinnen und Klassenkameraden glauben darf – seltsam. Er stammt aus einer Familie von Kammerjägern und kann Gespenster sehen. Außerdem züchtet er Schmetterlinge und ist auch sonst eher sarkastisch veranlagt. Sein Vater ist jedenfalls seit drei Jahren verschwunden und niemand weiß genau, wohin. Plötzlich erhält Rupert einen verschlüsselten Anruf, den er jedoch relativ schnell entschlüsseln kann. Dies veranlasst ihn dazu, auf eigene Faust zu ermitteln, wo sein Vater eigentlich abgeblieben ist.

Illustrationen:
Die Zeichnungen von Steffen Gumpert sind sehr schön und ein bisschen gruselig. Dieser Comic ist ein Gesamtkunstwerk, was sicherlich auch der tollen Farbgebung von Antje Ehlert zu verdanken ist.

Meinung:
Es handelt sich hierbei um einen Rätselcomic. Auf jeder Seite ist mindestens ein Rätsel versteckt. Manchmal muss man einem Labyrinth folgen, manchmal ein paar Unterschiede in zwei vermeintlich gleichen Bildern entdecken und manchmal auf einem Wimmelbild einen kleinen Zettel finden.

Das macht selbst den jüngsten Leserinnen und Lesern Spaß, und so manches Mal musste auch ich wirklich lange hinschauen, bis ich herausgefunden hatte, wie sich das jeweilige Rätsel lösen ließ. Die Geschichte selbst ist ebenfalls sehr spannend, vor allem, weil es die eine oder andere Überraschung gibt, die ich so nicht unbedingt erwartet hätte.

Fazit:
Wer Rätselkrimis mag und Comics liebt, kommt an diesem tollen Rätselcomic gar nicht vorbei. Die Rätsel sind logisch aufgebaut und die Geschichte hält einen gefangen. Eine ganz klare Leseempfehlung!

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Die Geschwister Flederzisch und der Nachtkristall

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Autorin: @gabriele.rittig
Illustrator: @gabrielcortinailustraciones
Verlag: @ggverlag

Inhalt:
Graf Drullala, der Bruder von Graf Dracula, feiert bald seinen 500. Bisstag. Aber vorher benötigt er noch dringend ein geheimes Paket, sonst bricht schreckliches Unheil über das Schattenreich hinein. Aber wer ist schlau, kräftig und schnell genug um das wichtige Paket von der Wetterhexe zu ihm ins Schloss zu bringen? Für diese wichtige Aufgabe hat er die Fledermaus-Geschwister Oskar, Poldi und Hanni ausgesucht. Oskar ist richtig clever, Hanni ist irre schnell und Poldi super stark.

Die Reise ist nicht ganz ohne. Schon frühzeitig erfahren die Geschwister, dass sie von gefährlichen Flughunden verfolgt werden. Diese wollen verhindern, dass das Paket zu Graf Drullala gelangt. Können die Geschwister ihre Aufgabe erfüllen und so das Schattenreich vor schrecklichem Unheil bewahren?

Meinung:
Eine wunderbar fantasievolle Geschichte für etwas jüngere Kinder. Sie ist lustig, leicht geschrieben und doch spannend und mit ein bisschen Grusel und Action gespickt. Die große Schrift ist und die kurz gehaltenen Kapitel sind ganz toll für jüngere Leser.

Die Geschwister Flederzisch sind mutig und als Team arbeiten sie toll zusammen. Die drei haben mit besonders gut gefallen.

Illustrationen:
Das Cover verspricht eine fröhliche, rasante und doch lustige Geschichte. Man sie die drei Fledermaus-Geschwister durch die Luft sausen und im Hintergrund ein Schloss.

Die Illustrationen im Inneren sind bunt gehalten und detailliert. Sie fangen die Stimmung des Buches ganz toll ein und untermalen die Geschichte perfekt.

Fazit:
Eine ganz tolle Geschichte für Kinder ab ca. 8 Jahren. Sie ist fantasievoll, dynamisch, spannend und ein klein wenig gruselig. Trotz allem kommt der Humor hier nicht zu kurz. Eine Geschichte die hinterfragen lässt ob gut immer gut und böse immer böse ist.

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Kennst du mich?

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Autoren: @manfredtheisen und Emilia Theisen
Verlag: cbt @penguinkinderbuch

Inhalt:
Emma hat KI immer nur für Hausaufgaben benutzt. Aber irgendwann beschließt sie, mit der KI zu chatten, wie mit einer Freundin. Sie nennt ihre KI „blue“ und ändert auch über die Konfiguration von GPT die „Persönlichkeit“ von „blue“ auf frech. Am Anfang ist alles noch relativ harmlos. Sie fragt, welcher Look ihr bei ihrem Aussehen gut stehen würde. Oder sie fragt auch, wie man sich rausreden kann, wenn man keine Lust hat mit Papa und seiner neuen Freundin zu reden.

Philipp war ein paar Jahre in Amerika als Austauschschüler und ist nun wieder in Emmas Schule. Da das Bildungssystem in den USA ein wenig anders funktioniert, wird er eine Stufe zurückgesetzt und ist jetzt der hübsche, etwas ältere Neue. Und Emma findet ihn sehr süß. Ihre beste Freundin Mia findet ihn auch irgendwie süß.

Emma ist eifersüchtig und befragt „blue“ nach Dating-Coachtipps. Sie fragt, wie sie „sassy“ rüberkommt und Philipp erobern kann. Doch die Eifersucht kocht. Und sie fragt „blue“ immer mehr persönliche Dinge, sie entscheidet nicht einmal mehr selbst, was sie eigentlich will. Das führt zu schlimmen Konsequenzen

Meinung:
Ich glaube, seit mindestens 2 Jahren ist KI nun in unser aller Leben angekommen. Wir gucken nicht mehr bei Wikipedia, wir stellen über Sprachsteuerung „hey google“ direkt die Fragen für den aktuellen Moment. KI ist geduldig, immer hilfsbereit und natürlich kann das so wirken, als wäre diese Software ein toller Gesprächspartner oder sogar eine beste Freundin. Manfred und Emilia haben entweder echte KI-Antworten im Buch verarbeitet oder aber sehr gut diesen „scheissfreundlichen“ Stil kopiert.

Auf mich wirkte das ganze von Anfang an gruselig. Es ist nicht so, dass ich KI komplett ignorieren würde, aber für Hilfestellungen frage ich dann doch lieber meinen Bruder, meine Freunde oder auch meine Eltern. Emma fühlt sich verlassen, da ihre Mutter vor kurzem verstorben ist und sie mit Papas neuer Freundin nicht klar kommt. Sie hat also nicht wirklich jemanden zum Reden.
KI ist nicht grundsätzlich gefährlich, glaube ich zumindest, aber wenn du in einer emotionalen Krise steckst, ist KI mit der stets bestätigenden Art ein Strudel, der dich hinabreissen kann.

Fazit:
Es gab schon Fälle, wo Jugendliche von der KI in ihrem „Gehirnzirkus“ so verwirrt wurden, dass es zu fatalen Verletzungen oder sogar zum Tod kam. Emma verliebt sich in der realen Welt, aber „blue“ spielt ihr eine idealisierte Version vor. KI kann Emotionen nicht. KI kann statistisch beschreiben, was Liebe ist. Was Wut und Trauer sind. Aber fühlen? Nein.

Das hat das Autorenteam super rüber gebracht. Das Buch ist bestimmt auch für Erwachsene geeignet, die sich zu gern ihre Meinung bestätigen lassen wollen. Oder eben auch als Weckruf für diejenigen, die allzu persönlich Dinge mit Chatgpt besprechen, für die eigentlich ein Therapeut zuständig wäre.

Dragonborn – Das Erbe des Feuers

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Autor: @struan_c_murray
Illustrationen: @devinellekurtz
Übersetzerin: @liteorike
Verlag: @loewe.kinderbuch

Inhalt:
In der zwölf Jahre alten Alex brodelt ein Feuer. Wut und Angst vor ihrer kontrollsüchtigen Mutter. Verlustängste, weil ihr Vater gestorben ist. Seit dem Tod des Vaters ist die Mutter ein riesiger Kontrollfreak geworden. Alex darf nicht mal mehr in den Wald gehen, wo sie so gerne Zeit mit ihrem Vater verbracht hat. Das ist aber nicht das einzige Feuer, das lodert: Alex ist ein waschechter Drache. Das merkt sie eher aus Zufall, denn als sie wieder mal richtig sauer auf ihre Mama ist, spuckt sie Feuer.

Der große Oliphos hilft Alex, mit ihren Kräften umzugehen. Sie kommt auf die Drachenschule auf die Insel Skralla. Dort sind auch andere Kinder mit dieser wunderbaren Macht.

Doch wer ist Freund und wer ist Feind? Und wem kann man tatsächlich trauen?

Meinung:
Schon wieder ein magisches Kind in einer Schule? Eine Auserwählte? JA! Auf jeden Fall sogar, denn Alex‘ Welt ist eine ganz andere, als das, was man erwarten würde. Der Drache ruht in ihr und in ihren Schulkameraden. Drachen sind wild, freiheitsliebend und vor allem komplett ungezügelt. Es gibt in Skralla keinen Speisesaal. In Skralla mampft man im Fressarium. Und auch der Unterricht ist nicht, wie in einer normalen Schule. Hier kämpfen Drachen gegeneinander oder sie bekämpfen Monster. Es geht bei diesen Kämpfen auch richtig zur Sache. Doof nur, wenn man seine Drachenkräfte noch nicht so richtig steuern kann und trotzdem kämpfen muss.

Struan Murray hat eine sehr, sehr mitreißende Geschichte über eine Drachenschule, eine große Verschwörung und viele magische Kreaturen geschrieben. Alex war mir von Anfang an sympathisch und ich habe die ganze Zeit gefiebert, dass sie ihre Kräfte entfesseln kann. Außerdem gibt es ein paar absolut irre Plottwists. Die Figuren, insbesondere Alex‘ Freundin Kaida und der Menschenjunge Erik gefallen mir sehr. Der tattrige Forscher Dr. Archibald P. Puppinsworth eröffnet die Kapitel und berichtet über seine Erfahrungen mit Drachen. Auch er ist ein echter Sympathieträger.

Wirklich toll fand ich den Erzählstil. Struan Murray baut eine glaubhafte Fantasywelt auf und sogar die Motive der Antagonisten sind irgendwie nachvollziehbar. Ich mag es, wenn ein Böser nicht einfach nur böse ist, sondern dafür triftige Gründe hat (auch wenn die manchmal ein wenig krank sind)

Fazit:
Selten hat mich ein Buch von Anfang an so mitgerissen wie ein Ritt auf einem wilden Drachen. Ich bin durch die Seiten gerast und habe mit Alex die ganze Zeit mitgefiebert.

An einigen Stellen musste ich wirklich laut lachen, an anderen saß ich staunend vor den Buchseiten, weil ich mit der Entwicklung überhaupt nicht gerechnet hatte.

Und genau das ist für mich die große Stärke von Dragonborn: Ja, die Grundidee „besonderes Kind kommt auf eine magische Schule“ ist nicht neu. Aber Struan Murray macht daraus eine eigene, wilde und verdammt unterhaltsame Welt.

Das Buch ist der erste Teil einer zweiteiligen Reihe. Ich weiß jetzt schon, dass ich den zweiten Band auf keinen Fall verpassen darf.

Für Fantasy-Fans ab 12 ist dieses Buch eine klare Empfehlung.

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Die Football Freunde – In jedem Rebel steckt ein Star

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Autor: @andreashueging
Illustrator: @dominikruppillustration
Verlag: cbj @penguinkinderbuch

Inhalt:
Jimmys Mannschaft, die Grasdorf-Rebels, ist endlich in die Regionalliga aufgenommen worden. Ein mysteriöser Quarterback stellt sich vor und sorgt gewissermaßen auch für ein paar kleine „romantische“ Probleme. Dann kriegt Jimmy auch noch einen Brief von seinem Vater, von dem er dachte, dass dieser sich vor Jimmys Geburt verfatzt hat.

Der Vater ist niemand Anderes als LJ King, Football-Profispieler. Jimmy weiß nicht, ob er ihn wirklich treffen will. Seine Freunde wollen es schon – immerhin kann man einen echten Football-Profi kennenlernen.

Außerdem will ein Talentscout zugucken, wenn die Grasdorf-Rebels spielen. Da will natürlich jeder aus dem Team sein Bestes geben und vergisst dabei die wichtigste Regel im Football: Ohne Team bringt das alles gar nichts.

Meinung:
Ich habe nicht wirklich eine Verbindung zu American Football. Ich kenne die Regeln nicht, ich kann mit den Begriffen nichts anfangen und bisher habe ich, ehrlich gesagt, immer gedacht, dass sich da dick gepanzerte Muskeltypen gegenseitig einfach nur die Omme einhauen. Aber Andreas Hüging hat hier ein Buch geschrieben, in dem Football selbst „nur“ den Rahmen bildet für eine Geschichte über Freundschaft, Loyalität, das Leben im Rampenlicht und Teamgeist. Die Fachbegriffe im Buch werden alle im umfangreichen Glossar am Ende des Buches erklärt. Du kannst also, selbst wenn du keine Ahnung vom Football hast, Begriffe wie „Hurdle“, „Quarterback“ oder „Fumble“ benutzen und zumindest so tun, als wärst du der oberste Football-Experte.

Ich mochte die Charaktere sehr gern. Vor allem Amon, der wahrscheinlich die treibende Kraft der Jugendwörter des Jahres ist, hat 1000 Aura. 🙂

Illustrationen:
Die Illustrationen und vor allem das Cover von Dominik Rupp passen wie die Faust aufs Auge. Sie sind so dynamisch, als wäre man auf dem Football-Feld dabei. Das Cover ist richtig cool und die Doppelseiten, auf denen alle Footballfreunde noch mal vorgestellt werden, machen richtig Spaß.

Fazit:
Bücher über Sport können echt fies nach hinten losgehen. Entweder ist viel zu viel Sport drin und die Story geht verloren, oder viel zu wenig und man erfährt gar nichts über den Sport und das Buch hätte theoretisch auch „Tomaten-Anbau-Freunde“ heißen können, weil’s völlig egal ist, um welche Art Team es geht. Andreas Hüging hat die perfekte Balance getroffen und ich guck mir mal mehr zu Football an.

Die Geschichte ist durchgehend spannend und eignet sich für Leser ab 8 Jahren, aber ich glaube, dass das Buch sogar auch jüngeren LeserInnen Freude macht. Vor allem, weil der maskierte Quarterback zeigt, dass auch Mädchen stark in Football sein können, ist das Buch sowohl für Jungs als auch für Mädchen eine klare Leseempfehlung.

Buchreihe:
Die Football Freunde – Touchdown für die Grasdorf Rebels
Die Football-Freunde – Rebels im Superschlamassel
Die Football Freunde – In jedem Rebel steckt ein Star

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I Killed The King

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Autorinnen: Andrea Hannah und @mix.becca
Illustratorin: @isabelle_hirtz
Übersetzerin: @julia.uebersetzt
Verlag: cbt @penguinkinderbuch

Inhalt:
In I Killed The King geht es im Grunde nur um einen einzigen, aber extrem chaotischen Abend. Eigentlich soll endlich wieder Frieden zwischen den beiden Königreichen Aevendell und Istellia geschlossen werden. Zu diesem feierlichen Anlass versammeln sich sechs junge Leute in den Gemächern von König Costis: der Prinz, seine zukünftige Frau, der Leibwächter des Königs, eine magische Tierbändigerin, ein ziemlich sonderbarer neuer königlicher Heiler und eine Assassinin. Klingt nach einer harmonischen Runde, oder? Nicht ganz, denn der König wird eiskalt ermordet, bevor er der Truppe mitteilen kann, was er eigentlich von ihnen wollte.

Kurzerhand beschließen die Anwesenden, den Mörder auf eigene Faust zu finden. Der Haken an der Sache: Keiner der ahnungslosen Gäste unten auf dem Ball darf auch nur ein Wort vom Tod des Königs erfahren. Es beginnt eine rasante Mörderjagd. Dummerweise mordet der Täter munter weiter und hinterlässt ein unheimliches Markenzeichen: Auf jedem Leichnam liegt eine Winterlilie samt einem Brief mit der Botschaft „Der König soll sich zeigen“.

Meinung:
Ich fand das Buch wirklich stark. Es baut einen tollen Spannungsbogen auf und wirft einem immer wieder unerwartete Plottwists vor die Füße. Besonders das Schreiben aus den verschiedenen Perspektiven ist super umgesetzt und bringt richtig Tempo in die Geschichte. Jeder Charakter hat eine erstaunliche Tiefe und man kann sich verblüffend gut mit ihnen identifizieren, auch wenn man im echten Leben vermutlich eher selten als Assassine oder magische Tierbändigerin unterwegs ist.

Auch die Story selbst war klasse. Anfangs dachte ich noch, es sei wieder nur eine dieser typischen „Einer von uns ist der Mörder, lasst uns mal Motive und Beweise suchen“-Nummern. Aber weit gefehlt! Die Handlung nimmt so viele unerwartete Wendungen und scheut auch nicht davor zurück, Hauptcharaktere über den Jordan zu schicken. Diese Verluste sitzen dann auch wirklich tief und bringen ordentlich Dramatik in den Fantasy-Thriller.

Fazit:
Ein spannendes High-Fantasy-Whodunit, das mit seinen Wendungen absolut zu fesseln weiß. Da es teilweise ordentlich zur Sache geht, Charaktere das Zeitliche segnen und die Atmosphäre recht düster wird, empfehle ich das Buch definitiv erst ab 12 Jahren. Für ein jüngeres Publikum ist es schlichtweg nicht gedacht. Wer aber Lust auf Nervenkitzel in einem tollen Setting hat, macht hier alles richtig.

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Marnie Mitternacht – Ein mottenstarkes Abenteuer

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Autorin: @laura_ellen_anderson
Übersetzerin: Sabrina Sandmann
Verlag: @schneiderbuchverlag

Inhalt:
Das erste Schuljahr an der Minitier-Akademie neigt sich dem Ende. Die kleine Motte Marnie Mitternacht und ihre Freunde Stella und Flavio freuen sich sehr. Denn zum Abschluss des Schuljahres geht es für ihre Klasse auf einen flattertastischen Campingausflug auf eine Blumenwiese. Doch, oh Schreck, am nächsten Morgen wachen die drei ganz woanders auf. Ihre Blume ist gepflückt worden und steht nun in einem Menschenhaus. Die Menschen heißen ja nicht ohne Grund „Stampfer“ oder „Klatscher. Aber hier scheint es anders zu sein. Das kleine Menschenmädchen Martha kümmert sich respektvoll und vorsichtig um Marnie, die sich verletzt hat. Überall zeigt sich, dass Martha Insekten liebt. Leider kann man dies von ihrem Kater Mister Whiskas nicht behaupten. Die Flucht aus dem Menschenhaus ist für die drei Freunde wirklich nicht ohne außerdem machen sie dabei noch eine ziemlich überraschende Entdeckung.

Meinung:
Dies ist nun schon der 3. Teil der Reihe Marnie Mitternacht. Ich mag die Bücher von Laura Ellen Anderson sehr gerne und habe mich auf diese Fortsetzung sehr gefreut. Wieder einzutauchen in die fantastische Welt der kleinen Krabbeltiere hat mir viel Freude bereitet. Die Autorin hat eine so fantasievolle Welt für die Insekten geschaffen und bringt einem so die Welt der kleinen Krabbler wieder ein Stück näher. Im Fokus steht hier natürlich wieder der Zusammenhalt und die Freundschaft. Wenn man sich aufeinander verlassen kann und immer zusammenhält kann man so viel erreichen.

Illustrationen:
Das farbenfrohe Cover ist wieder sehr vielversprechend. Man möchte sofort anfangen zu lesen. Im Buch selbst findet man viele detaillierte schwarz-weiß Illustrationen die diesem Buch Leben einhauchen.

Fazit:
Auch der 3. Teil von Marnie Mitternacht ist einfach glambelhaft. Die kleine Motte nimmt uns auf ein mottenstarkes Abenteuer mit. Absolut herzlich und fantasievoll wird einem ganz nebenbei Wissen über die Insekten vermittelt. Mir hat auch dieser Band ganz flattertastisch gefallen und würde hier, falls es weitere Bände geben sollte auf jeden Fall weiterlesen.

Buchreihe:
Marnie Mitternacht – Das Geheimnis der Mondmagie
Marnie Mitternacht – Das gestohlene Zauberbuch
Marnie Mitternacht – Ein mottenstarkes Abenteuer

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Der Club der kalten Hände

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Autorin: @christinepernlochnerkugler
Illustratorin: @valerie_tief
Verlag: @carlsen_kinderbuch

Inhalt:
Lizzys Eltern haben einen vermeintlich stinklangweiligen Job: In feiner Kleidung und mit einem schwarzen Auto fahren sie große Kisten durch die Gegend. Polizisten oder Geheimagenten sind sie nicht, doch aus ihrem Büro kommen manchmal weinende Menschen. Lizzy beschließt, dem Rätsel auf die Spur zu kommen und herauszufinden, was ihre Eltern wirklich beruflich machen. Also wagt sie es und öffnet eine dieser Kisten …

Meine Meinung
Der Tod ist allgegenwärtig, und doch ein riesiges Tabuthema. Dieses Kinderbuch schafft das Kunststück, sich dem Thema Tod auf eine unglaublich einfühlsame, sensible und sogar unterhaltsame Weise zu nähern. Gemeinsam mit ihren Freunden entdeckt Lizzy die verschiedenen Facetten des Sterbens und lernt sogar die unterschiedlichen religiösen Bräuche bei Bestattungen kennen.

Beim Schreiben dieser Rezension ist mir erst wieder bewusst geworden, wie schwer es fällt, die passenden Worte für den Tod zu finden. Doch den Autorinnen Christine Pernlochner-Kügler und Valerie Tiefenbacher ist hier etwas Fantastisches gelungen: Sie haben ein Buch über das wohl schwierigste Thema der Welt geschrieben, ohne dabei Ausweichmanöver zu fahren. Selbst sensible Themen wie Unfallopfer oder der plötzliche Kindstod werden nicht ausgespart, sondern behutsam aufgegriffen.

Begleitet wird die Geschichte von wunderschönen, kindgerechten Illustrationen, die dem Thema die Schwere nehmen und viel Gefühl vermitteln.

Fazit:
Kaum jemand spricht gerne über den Tod. Manche reagieren sogar abwehrend oder verärgert, wenn sie sich mit der eigenen Vergänglichkeit auseinandersetzen sollen. Dabei gehört der Tod zum Leben dazu, niemand von uns lebt ewig.

Das Buch vermittelt Kindern auf großartige Weise, dass man vor Verstorbenen keine Angst haben muss und sie nichts „Unheimliches“ an sich haben. Ein wirklich herausragendes und wichtiges Buch!

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Ein Sommer drei Monde

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Autorin: @silke_sutcliffe
Verlag: @verlagmonikafuchs

Inhalt:
Alice und Jule sind schon immer die besten Freundinnen gewesen. Sie kennen sich ihre ganze Kindheit lang, haben keine Geheimnisse voreinander und wenn Alice in Jules Augen blickt, weiß sie genau, was ihre beste Freundin denkt.

Ein neuer Junge kommt in ihre Klasse. Bastian heißt er, ist total nett und sieht fantastisch aus. Er ist witzig, verschmitzt und scheint sich relativ schnell in Jule verguckt zu haben. Alice fühlt sich immer mehr wie das fünfte Rad am Wagen. Das alberne Geturtel geht ihr ziemlich auf die Nerven.

Und doch erwischt sie sich immer wieder dabei, dass sie Bastian zu lange in die Augen schaut. Dass sie auf Berührungen von ihm wartet und heftig reagiert. Doch Bastian hat ein dunkles Geheimnis. Krebs? Seine Ex-Freundin behauptet, dass es nicht so ist. Und tatsächlich kommt Bastian auch nicht von „weiter weg, der Ostsee“, wie er behauptet. Was verbirgt er und warum spielt er Alice und Jule gegeneinander aus?

Meinung
Ich habe Bastian nicht gemocht, ich habe auch nicht verstanden, warum eine so tiefe Freundschaft zwischen Jule und Alice so hart auf die Probe gestellt werden kann, nur weil da irgendein Typ ist. Aber tatsächlich hat Silke Sutcliffe es geschafft, die Geschichte so zu erzählen, dass man wirklich alles versteht. Dabei wird natürlich vieles klarer und umso schockierender. Wobei ich „schockierend“ gar nicht so richtig als passenden Begriff verwenden möchte.

Die Geschichte behandelt mentale Probleme: Depressionen (Alice‘ Mutter) und den Wunsch eines Kindes, vom Vater „erzogen“ zu werden, anstatt immer nur zu hören, dass alles gut sei, wie es eben ist. Ich kann nicht zu sehr ins Detail gehen, ohne zu spoilern, was mit Bastian tatsächlich los ist und dass ich seine Beweggründe sogar irgendwie verstehen kann.

Silke schreibt die Story so, wie es einer Jugendlichen aus dem Kölner Raum vermutlich ergeht: Am Rheinufer abhängen, Rotwein trinken, die Sportzigarette … Erfahrungen mit Pilzen. Dabei die erste, aufflackernde Liebe und die Neugierde. Eifersucht zwischen besten Freundinnen, die sich voneinander entfremden, weil ein Typ mit beiden ein (böses) Spiel spielt. Das ist fesselnd, aber es nagt auch an einem.

Fazit: (nicht lesen, weil nicht spoilerfrei)
Ich wusste vorher nicht genau, was Borderline ist. Ich wusste nicht, wie sehr die Persönlichkeit von Menschen durch diese Krankheit beeinflusst sein kann. In einem Moment ist jemand der liebste, verständnisvollste Mensch der Welt, im nächsten Moment macht die Person etwas unnötig Risikovolles. Das Buch hat mich belastet, aber ich habe auch nicht aufhören können weiterzulesen. Und ist das nicht die Aufgabe einer Autorin? Eine Story so gut zu schreiben, dass man das Buch nicht weglegen kann? Das hat Silke Sutcliffe auf jeden Fall geschafft. Nehme ich aus dem Buch eine positive Erfahrung mit? Auf jeden Fall.

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