Mythen der Monster – Die Rache der Göttin

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Autorin: @katherinemarshauthor
Illustratorin: @piapersephone
Übersetzerin: Jennifer Michalski
Verlag: @carlsen_kinderbuch

Inhalt:
Im zweiten Band, „Mythen der Monster – Die Rache der Götter“, versucht Ava weiterhin, die wahren Geschichten hinter den angeblichen Monstern ans Licht zu bringen. An der Schule (Accademia del Forte) gibt es in diesem Schuljahr einen neuen Schulleiter: ausgerechnet den griechischen Helden Perseus höchstpersönlich. Als Nachfahrin einer Gorgone ist Ava darüber natürlich alles andere als begeistert.

Perseus entpuppt sich als selbstverliebter Angeber, der ständig mit seinen Heldentaten prahlt und ein völlig veraltetes Weltbild vertritt: Frauen hätten die Männer bloß brav zu unterstützen, statt sich selbst zu beweisen (wie etwa beim Schulsport). Ava will das nicht hinnehmen und begehrt gegen die göttlichen Regeln auf. Ihre Freundinnen versuchen zwar, sie vor Ärger zu bewahren und fangen die Strafen für sie ab, doch am Abend des Schulballs eskaliert es: Avas Freundin Layla wird durch einen Fluch in eine Vampirin verwandelt.

Um Layla zu erlösen, muss Ava herausfinden, was damals wirklich geschah. Denn in Wahrheit waren diese mythologischen „Monster“ keine Bestien, sondern Frauen, die von den Göttern bestraft und gebrandmarkt wurden, weil sie sich nicht unterordnen wollten.

Meinung:
Gleichberechtigung ist ein wahnsinnig wichtiges Thema und das Buch greift es konsequent auf.

Ich begebe mich hier vielleicht auf dünnes Eis, aber mich hat das tatsächlich HIER ein wenig gestört. Vor 3000 Jahren herrschte ein anderes, striktes Rollenbild. Das Klischee des starken Mannes, der die Jungfrau in Not rettet oder Zeus mit jeder hübschen Jungfrau ist eine 3000 Jahre alte „Realität“, wenn man so möchte.

Mich stört NICHT die Gleichberechtigung, um das ganz klar zu sagen. Mich hat es nur in diesem Setting ein wenig raus gebracht. Das antike Mythen-Fundament beißt sich hier eben mit dem moderneren Ansatz.

Trotz der Skepsis gegenüber dem Setting ist die eigentliche Umsetzung der Geschichte gut und unterhaltsam gelungen.

Fazit:
Eine gelungene, unterhaltsame Fortsetzung, die wichtige gesellschaftliche Themen wie Gleichberechtigung und vorgefertigte Rollenbilder aufgreift, auch wenn der Transfer auf antike Mythen für mich selbst nicht in allen Punkten ganz aufgeht. (Aufmerksame LeserInnen wissen ja, dass ich ein alter Mythenfan bin)
Empfehlung:Lesenswert für alle ab 8 Jahren.

Buchreihe:
Mythen der Monster: Medusa
Mythen der Monster – Die Rache der Göttin

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Worst Hero Ever! – Füsse voraus

unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar

Autorin: @eva.amores
Illustrator: @matt.cosgrove
Übersetzer: Jan Möller
Verlag: @fischer.sauerlaender_kids

Inhalt:
In Worst Hero Ever geht es um Ricky, dem Cousin des Hauptcharakters von Worst Hero Ever, Justin Chase. Ricky hat eine besondere Fähigkeit, nämlich eine extrem lange Zunge. seine Eltern zwingen ihn in das Camp „Glückliche Camper“ in welchem der Campleiter Sarge ihn dazu zwingt barfuß über glühende Kohlen zu laufen. Dabei verbrennt sich Ricky seine Füße so stark, dass die Ärzte seine Riesen Zunge bei einer OP als Fußsohlen nutzen. Dadurch hat Ricky jetzt eine normalgroße Zunge und zwei nicht verbrannte Füße, die ihm die Superkraft gegeben haben den Boden zu schmecken.

Meinung:
Dieses Buch war wieder so chaotisch wie die Worst Week Ever Reihe schon war. Das was Ricky passiert ist war wieder sehr unvorhergesehen und abgedreht. Seine Familie war mindestens wieder so schlimm wie die von Justin Chase und alles in allem würde ich das Buch jedem ab 8 erzählen.

Illustrationen:
Wie bei der Worst-Week oder auch Worst-Pet-Reihe handelt es sich hier um einen Comic-Roman, den man vielleicht am ehesten noch mit der Gregs-Tagebuch-Reihe vergleichen könnte. Aber Matt Cosgrove und Eva Amores haben massiv einen an der Waffel! (und das meine ich total ehrfürchtig)

Die Zeichnungen pendeln zwischen „Strichzeichnung“ und „Wow, krasse Kunst“ hin und her und das passt einfach zu dieser lustigen Geschichte.

Fazit:
Der Witz des Autorenduos liegt in der absoluten Übertreibung und Situationskomik. Ich weiß noch immer nicht, ob das so’n australisches Ding ist, aber ich habe so eine Art Humor bisher noch nirgendwo anders gefunden.

Buchreihe:
Worst Week Ever! Montag
Worst Week Ever! Dienstag
Worst Week Ever! – Mittwoch
Worst Week Ever! – Donnerstag
Worst Week Ever! – Freitag
Worst Week Ever! – Samstag
Worst Week Ever! – Sonntag

Worst Pets Ever! – Eingesperrt!

Worst Hero Ever! – Füsse voraus

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Soul Survivor

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Autor: @chrisbradfordauthor
Übersetzer: Alexander Wagner
Verlag: cbt @penguinkinderbuch

Dies ist das Finale von Chris Bradfords Soul Prophecy-Trilogie und knüpft nahtlos an die dramatischen Ereignisse des zweiten Bandes (Soul Prophecy) an: Die geheime Zuflucht Haven ist von den finsteren Inkarnaten überrannt worden. Genna gelingt im letzten Moment mit den überlebenden Ersten Nachkommen, Seelenkriegern und Guardians die Flucht – doch Phoenix opfert sich im Gefecht, um sie zu retten, und fällt in die Hände der Feinde. Um dem Zugriff der Schergen des grausamen Tanas zu entgehen, zerstreut sich die Gruppe über den gesamten Globus. Doch Genna weigert sich, sich nur zu verstecken: Sie will Tanas endgültig vernichten.

Inhalt:
Geleitet von der Hoffnung auf eine Waffe gegen Tanas reist Genna zusammen mit zwei Seelenkriegern zurück in ihre Heimatstadt London. Dort stoßen sie auf ein altes Rätsel um verborgene Seelengefäße, die Bestandteile eines mächtigen Rituals enthalten, mit dem Tanas’ Seele ein für alle Mal ausgelöscht werden kann.

Während Genna den Spuren folgt, spürt sie eine beunruhigende Bindung, die an ihrer eigenen Seele reißt – und glaubt wiederholt, den totgeglaubten Phoenix zu sehen. Die Suche nach der ewigen Flamme führt sie schließlich nach Indien. Dort erlernt sie, das Licht gezielt zu kontrollieren und als Waffe einzusetzen. Doch die schockierende Wahrheit holt sie ein: Phoenix lebt tatsächlich, wurde jedoch gebrochen und kämpft nun auf der Seite der Dunkelheit gegen sie. Es beginnt ein erbarmungsloser Wettlauf gegen die Zeit, während rings um den Globus die verbliebenen Ersten Nachkommen einer nach dem anderen aufgespürt und getötet werden.

Meinung
Das Finale überzeugt durch ein starkes Pacing und eine emotional aufgeladene Dynamik, die streckenweise an das klassische Star Wars-Dilemma erinnert: Phoenix auf der dunklen Seite, Genna als Trägerin des Lichts. Dieser Konflikt verleiht der Handlung emotionale Tiefe, sodass man Gennas Zerrissenheit und Schmerz intensiv miterlebt. Neben einer spürbaren Charakterentwicklung punktet der Band mit überraschenden Plottwists und hohem Tempo.

Eine klare Leseempfehlung ab etwa 9 Jahren für alle, die bereits die ersten beiden Teile verschlungen haben und ein actionreiches, packendes Reihenfinale suchen.

Buchreihe:
Soul Hunters
Soul Prophecy
Soul Survivor

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Immerland – Der Ozean der Ewigkeit

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Autor: @derflix.de
Verlag: @hanser.hey

Inhalt:
Mika ist wieder in Immerland. Bock hatte er darauf nicht wirklich, denn schon beim ersten Mal war es schwer genug, aus dem Land abzuhauen, in dessen Hauptstadt alle Wünsche wahr werden. Doch bei einem Schulausflug stürzt Jessica „Stressica“ in einer Tropfsteinhöhle ab und landet mitten in Immerland. Damit sie heil zurückkommt, bleibt Mika nichts anderes übrig: Er muss hinterher.

Kaum angekommen, verliert er Stressica natürlich sofort aus den Augen. Um sie aufzuspüren, braucht er Hilfe von neuen Verbündeten und alten Bekannten. Das eigentliche Problem ist aber ein anderes: Er muss Stressica erst davon überzeugen, überhaupt wieder nach Hause zu wollen.

Und ganz nebenbei herrscht im Immerland nach wie vor der „Doktor“, der inzwischen Pläne hat, seine Macht weit über die bisherigen Grenzen hinaus auszudehnen.

Meinung:
Das Buch setzt voraus, dass du den ersten Teil gelesen hast. Mach das, es lohnt sich.

Flix hat mich schon mit dem ersten Immerland überzeugt. Er ist ein großartiger Zeichner und ein richtig guter Erzähler. Immerland ist unglaublich fantasievoll, und die Figuren sind alle irgendwie besonders, man schließt sie sofort ins Herz. Allen voran Mika, ein typisch genervter Teenager, der überall lieber wäre als hier. Zumindest bis er seine Freundin Julie aus dem ersten Teil wiedertrifft. Flix schmeißt Gaming-Kultur und Fantasy in den Mixer und macht daraus eine liebevolle, spannende Geschichte über das Leben „danach“, denn Immerland ist nun mal die Zwischenwelt von Leben und Tod.

Im ersten Buch gab es eine Szene mit einem Apfelriesen, die wir bei uns zuhause alle richtig fies und gemein fanden. Im zweiten Teil wird darauf angespielt, und sowohl mein Papa (ein großer Flix-Fan) als auch ich mussten selig grinsen. Anders kann ich es nicht beschreiben.

Fazit:
Wenn du auf Gaming, Fantasy und Jugendliteratur stehst, ist das Buch Pflichtlektüre. Es ist spannend, stellenweise richtig traurig und an anderen Stellen saukomisch. Und Film- und Buchnerds erleben allein schon bei den Kapitelnamen so manchen „Aha“-Moment.

Buchreihe:
Immerland – Die Stadt der Ewigkeit
Immerland – Der Ozean der Ewigkeit

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Stadt der Brüder und Entführer

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Autorin: @mohr.to.read
Verlag: @carlsen_kinderbuch

In *Stadt der Brüder und Entführer* geht es um Moss, der wie Cor im ersten Band der Reihe als Sklave verkauft wird, nachdem die Polizei von Parnass ihn zweimal erwischt hat. Anders als Cor kommt Moss jedoch zu einem brutalen Herrn, der ihn ständig foltert.

Irgendwann flieht Moss, wird dabei aber eingekesselt und kann nur noch hoffen. In dieser Situation entdeckt er seine magischen Fähigkeiten, und eine Magierin nimmt ihn als Lehrling auf.

Moss‘ Bruder ist immer noch Teil der Diebesgilde. Sobald Moss ihn findet, zeigt er ihm natürlich stolz seine neuen Fähigkeiten, zu denen auch gehört, durch Wände greifen zu können. Das Problem: Der Prinz der Diebesgilde bekommt das schnell mit. Er ist skrupellos und interessiert sich nur fürs Geld. Also lässt er Moss‘ Bruder entführen und setzt ihn als Druckmittel ein. Immer wenn etwas nicht nach den Plänen des Prinzen läuft, wird der Bruder gefoltert.

Parnass sucht inzwischen nach einem Hexer (einem Magier, der Kriminalität unterstützt) und nach einer Räuberbande. Auch die Magier machen sich auf die Suche nach Moss, der immer mehr Ausreden braucht, warum er nachts rausgeht.

Meinung
Was hier richtig gut gefällt ist, dass Cor nicht der Hauptcharakter ist, sondern wir eine komplett andere Geschichte erhalten über einen Kerl, der eben nicht soviel „Glück“ hatte, wie Cor und sich trotzdem für das vermeintlich richtige entscheiden muss. Moss ist sehr interessant, und auch die Bindung zu seinem Bruder ist sehr gut beschrieben.

Fazit
Es ist eine ganz neue Geschichte und gleichzeitig natürlich so ein bisschen eine „was wäre wenn“-Geschichte. Cor’s Leben wäre ja auch ganz anders verlaufen, wenn er im ersten Buch jemandem begegnet wäre, der bei weitem nicht so nett zu ihm

Buchreihe:
Stadt der Magier und Diebe
Stadt der Hexer und Betrüger
Stadt der Sänger und Verschwörer
Stadt der Brüder und Entführer

The Experiment – Die Zeit kennt keine Gnade

unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar

Autorin: @bycatherineegan
Übersetzer: Leo H. Strohm
Verlag: @fischer.sauerlaender_kids

Spoilerwarnung – lies diese Inhaltsangabe auf keinen Fall, wenn du „The Factory“ von Catherine Egan noch nicht gelesen hast. „The Experiment“ ist die direkte Fortsetzung des Buches.

Inhalt:
Das erste Buch endete damit, dass Asher Doyle sich für seine Freundin Vi opferte und sich und Nicola Mach, die böse Wissenschaftlerin in einer Zeitbombenexplosion „einfrieren“ ließ.

20 Jahre später ist die Zeitblase, in der Asher und die Professorin gefangen waren, geplatzt. Für alle außerhalb der Zeitblase ging es weiter, aber Asher ist noch immer 13. Die Factory selbst ist zwar Geschichte, aber nicht wirklich weg. Dort, wo früher die Zeitexperimente an Kids vorgenommen wurden, befindet sich nun ein riesiger Vergnügungspark, dessen Leiterin die mittlerweile erwachsene Vi ist.

Asher soll sich langsam an die neue Zeit gewöhnen, weil sein Körper noch nicht mit der Zeitverschiebung zurecht kommt. Natürlich sind seine Mutter und seine Nan (Oma) auch 20 Jahre älter geworden und die Videocalls sind merkwürdig.

Beängstigend ist, das Vi und ihr Doppelgänger-Roboter ViTwo noch IMMER Experimente an den Kindern durchführen. Die sind zwar längst nicht mehr so schlimm, wie zu Ashers Zeit, aber immer noch Schlimm genug.

Asher will herausfinden, was Vi vor ihm verbirgt, wieso er 20 Jahre „eingefroren“ war und wie er endlich wieder nach Hause kann.

Das erste Buch endete ja schon mit einem fiesen Cliffhanger und hier geht’s direkt ungemütlich weiter. Catherine Egan hat keine leichtverdauliche Geschichte geschrieben. Es ist sogar so, dass der Teil, der nicht direkt Science Fiction ist (die Extraktion von möglichen Zukunftsszenarios) viel zu nah an unserer Realität dran ist. Wir haben es mit lässig aussehenden Tech-Milliardären zu tun, die aber ruchlos sind, wenn es um ihre eigenen Ziele geht. Im Buch gibt es verschiedene KI-Systeme, die mal mehr, mal weniger hilfreich sind. Die aber allesamt im Hintergrund ihre ganz persönliche Wahrheit für sich auslegen und so Entscheidungen treffen, die sich direkt auf Asher auswirken.

Nicht zuletzt sind Twitch-Streams, social Media und Flucht in VR-Welten ganz nebenbei in die Handlung eingewoben. Selbst Deepfakes (also gefälschte Videos von Personen) sind relevant.

Meinung:
Wir leben in genau dieser Welt. Twitch, KI, Robotik, Tech-Milliardäre und Deepfakes sind unsere aktuelle Realität. Das fand ich die ganze Zeit sehr bedrückend beim Lesen. Die Rücksichtslosigkeit, mit der Tech-Unternehmen Ressourcen verschwenden, ist im Buch durch die Experimente mit den Kindern, heftiger, als in echt. Aber mal ehrlich: Die Motive der Silicon-Valley-Bubble sind nicht weniger schlimm. Gefälschte Videos, Wasserverbrauch und humanoide Roboter, die plötzlich komische Dinge tun, das alles haben wir.

Deshalb fand ich das Buch wirklich wahnsinnig großartig. Ich konnte sogar die Motive von Vi, die hier eher als Ashers Feindin zu betrachten ist, irgendwo nachvollziehen. Aber wie es so ist, wenn man was „Gutes“ tun will und dabei seine moralischen Standpunkte aufweicht: Das funktioniert nicht und man verletzt sich selbst und zerstört die Freundschaft.

Fazit:
„The Experiment“ ist eine sehr gelungene Fortsetzung, die aktueller nicht sein könnte. Wir müssen ganz genau aufpassen, wem wir vertrauen, wem wir unsere Zukunft anvertrauen und wie wir mit unseren Kindern und sonstigen Ressourcen umgehen sollten. Wer ca. 12 Jahre alt ist, sollte sich diese Buchreihe (sind auch nur zwei Teile!) unbedingt mal angucken.

Buchreihe:
The Factory – Es gibt kein Entkommen
The Experiment – Die Zeit kennt keine Gnade

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Percy Jackson – Die Welt der Götter & Monster

unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar

Autorin: Stephanie True Peters
Illustrator: @andre_ducci
Übersetzerin: Alexandra Berlina
Verlag: @carlsen_kinderbuch

Inhalt:
Das Buch „Percy Jackson – Die Welt der Götter und Monster“ von Stephanie True Peters erklärt die griechische Mythologie und geht bei jedem Thema ins Detail. Es ist im Stil von Rick Riordan verfasst und wird aus der Sicht von Chiron, dem Unterrichtskoordinator, erzählt. Es enthält viele Informationen über die Urgötter, die Titanen, die Götter, die Entstehung der Welt, Halbgötter und Monster. Außerdem bietet es anschauliche Karten vom Olymp und von der Unterwelt.

Das Werk liest sich wie eine direkte Einführung in das Camp Half-Blood und das Halbgottleben. Man wird in die Rolle eines Halbgottes versetzt, der plötzlich lernen muss, mit seinen Kräften umzugehen, und alles über seine göttlichen Vorfahren erfahren soll. Die Informationen werden leicht verständlich vermittelt – zum Beispiel die Hierarchie der Götter und Monster, an deren Spitze Zeus steht, gefolgt von Poseidon und Hades. Chiron erklärt der Leserschaft zudem, dass die gesamte Welt voll von Göttern und Monstern ist, wo diese leben (Monster bevorzugen beispielsweise Metropolen) und was sie ausmacht. Die Welt von Percy Jackson und der griechischen Mythologie insgesamt wird einem auf diese Art wunderbar nähergebracht.

Meinung:
Besonders positiv hervorheben möchte ich die Illustrationen von André Ducci. Sie haben mir sehr gut gefallen, da sie optisch genau so wirken, wie man es von typischen alten griechischen Bildern und Malereien kennt.

Aufgelockert wird das Ganze durch kleine, humorvolle Kommentare von Chiron an den Seitenrändern. Wenn er sich beispielsweise darüber beschwert, dass die Maler der Antike seine Vorderbeine nie richtig hinbekommen haben, sorgt das immer wieder für ein Schmunzeln. Meiner Meinung nach gibt es aktuell keinen besseren Zeitpunkt, um ein solches Buch herauszubringen. Da das Thema, unter anderem durch aktuelle Verfilmungen wie „Die Odyssee“, stark im Trend liegt, ist das Interesse an der griechischen Mythologie momentan riesig.

Fazit:
Das Buch gefiel mir an sich sehr gut. Für jemanden der noch frisch in die Welt der Götter und Monster einttaucht, ist es ganz sicher auch richtig interessant. Dennoch habe ich ein wenig die Befürchtung, dass nun auf einmal überall „Percy Jackson“ draufstehen wird, auch wenn es sich nicht um ein Werk aus der direkten Feder von Rick Riordan handelt. Ich liebe die Hauptbücher von Riordan einfach zu sehr und möchte – ehrlich gesagt – gar nicht so stark mit zusätzlichem Begleitmaterial versorgt werden. Die Originalreihe ist für mich vollkommen ausreichend.

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Soul Prophecy

unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar

Autor: @chrisbradfordauthor
Übersetzer: Alexander Wagner
Verlag: @penguinkinderbuch cbt

Inhalt
In Soul Prophecy, dem zweiten Teil der Action-Fantasy-Trilogie von Chris Bradford, geht es um Genna, die nach den Ereignissen des ersten Bandes in Therapie sitzt und beginnt, alles Bisherige zu hinterfragen. Zuvor hatte sie gelernt, dass sie eine sehr alte Seele hat, welche das „Licht der Menschheit“ trägt. Doch die trügerische Ruhe währt nicht lange: Der skrupellose Anführer Tanas und der finstere Geheimbund der Inkarnaten machen weiterhin unerbittlich Jagd auf Genna, um dieses Licht auszulöschen.

Als die Gefahr sie auf brutale Weise in ihrer Heimat einholt, ist Genna gezwungen, in die USA zu fliehen. Ihr Ziel ist Los Angeles, wo sie ihren Guardian Phoenix finden und mit ihm untertauchen will. Doch kaum angekommen, gerät sie direkt in einen massiven Hinterhalt. Hilfe bekommt sie in letzter Sekunde von der Seelenkriegerin Jude. Gemeinsam machen sie sich auf eine riskante Suche nach Phoenix und Haven, dem einzigen sicheren Ort für erste Nachkommen. Was Genna nicht ahnt: Tanas hat längst seine eigenen Fäden gezogen.

Meinung:
Ich fand das Buch super. Chris Bradford hat insgesamt schon sehr viele gute Bücher geschrieben, wie zum Beispiel die Bodyguard-Reihe, und auch Soul Prophecy reiht sich nahtlos in diese spannenden Titel ein. Das Cover sieht sehr schick aus und besticht mit einem coolen Schwarz-Rot-Design. Die Story ist unheimlich kreativ und gut geschrieben, was ebenso für die Ausarbeitung der Charaktere gilt. Man fiebert richtig mit Genna mit, während sie sich ihrer Bestimmung stellen muss. Da es sich hier um einen 2. Teil handelt, empfehle ich DRINGEND, den ersten Teil zuerst zu lesen.

Fazit:
Eine absolut gelungene, rasante Fortsetzung, die Action und Fantasy gekonnt verbindet. Empfehlen würde ich das Buch allen ab 13 Jahren.

Buchreihe:
Soul Hunters
Soul Prophecy
Soul Survivor

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Happy Head

unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar

Autor: @joshsilverauthor
Übersetzerin: @jessikakomina und @sandraknu
Verlag: @magellan.young.new

Inhalt:
In dem dystopischen Jugendthriller HappyHead von Josh Silver geht es um den siebzehnjährigen, unsicheren Seb. Er wird für die Pilotrunde der Einrichtung „HappyHead“ ausgewählt, dabei handelt es sich um ein verpflichtendes Mental-Health-Programm, das die globale Depressionskrise der Jugend durch therapeutische Maßnahmen und die Förderung von Selbstvertrauen heilen soll. Seb und seine Eltern sind zunächst begeistert, in der Hoffnung, dass diese Chance ihn positiv verändert und seine Eltern endlich einmal stolz auf ihn sein können.

Doch kurz nach der Ankunft, bemerkt Seb, dass das Programm äußerst strange ist. Die Jugendlichen werden in Teams eingeteilt. Sebs Gruppe besteht aus drei weiteren Personen: dem mysteriösen und rebellischen Finn, Ash sowie der ehrgeizigen Streberin Eleanor. Den Jugendlichen wird direkt ein Chip unter die Haut gepflanzt, die Mitarbeiter lächeln ununterbrochen geradezu unheimlich, und die Methoden schwanken extrem: Neben harmloser Meditation werden Seb und sein Team beispielsweise auch für mehrere Stunden(!) in einen Käfig gesperrt. Zudem müssen die Teilnehmer täglich ihre Zimmer wechseln. Von den insgesamt 150 Zimmern sind die niedrigsten Nummern die luxuriösesten und die höchsten die schlimmsten.

Gemeinsam müssen sie stressige Challenges wie Campen im Wald oder die Suche nach einem passenden Partner meistern. Laut „HappyHead“ dienen die Aufgaben dazu, Kreativität, Teamwork und Selbstvertrauen zu stärken. Tatsächlich ist die Organisation selbst der wahre Antagonist, der die Kinder anhand ihrer Leistungen in den brutalen Prüfungen rigoros aussortiert. Das wahre Ziel von „Happy Head“ ist dabei so bösartig, dass ich es hier gar nicht spoilern will. Nur soviel: Es geht mal wieder um die Schere zwischen arm und reich.

Meinung:
Das Buch hat mir extrem gut gefallen! Es ist durchgehend spannend, baut eine übelst beklemmende Atmosphäre auf und glänzt mit einem großartigen, rasanten Erzähltempo. Auch optisch macht das Buch mit seinem wunderschönen Design und dem coolen Farbschnitt richtig was her.
Besonders stark sind die Charaktere geschrieben. Man fühlt mit jedem Einzelnen mit, da ihre inneren Konflikte wunderbar authentisch dargestellt werden. Während der Prüfungen fängt Eleanor an, mit Seb zu flirten, was dieser jedoch gar nicht mag. Hier entspannt sich eine subtile queere Geschichte, die sich aber nicht in die Handlung aufdringt.

Fazit:
HappyHead ist ein fesselnder, psychologischer Abenteuerritt mit starken Twists, der einen komplett in seinen Bann zieht. Die miesen Methoden der Organisation und die emotionale Reise der vielschichtigen Figuren machen die Geschichte zu einem echten Leseerlebnis. Nach dem offenen Ende freue ich mich schon riesig auf den zweiten Teil („Dead Happy“). Ich empfehle das Buch jedem ab 13 Jahren!

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Fred im alten Rom – Im Schatten des Kolosseums

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Autorin: @birgetetzner
Illustrator: @karluhlenbrock
Verlag: @ultramar_media

Inhalt:
Fred ist mit seinem Großvater in Italien. Sein Opa erklärt ihm alle möglichen Fakten über die Gebäude, die großen Festplätze und insgesamt über die großartige Geschichte des ehemaligen Weltreiches. Es begann mit der Geschichte der Zwillingsbrüder Remus und Romulus, die von einer Wölfin gesäugt wurden und sich dann tödlich zerstritten, wo das mächtige Rom tatsächlich gegründet werden sollte. Natürlich ist das eine Legende und auch Opa Alfred sagt, dass Rom wahrscheinlich, wie jede andere Stadt aufgrund der Lage am Tiber zunächst eine Siedlung war, nach und nach dann eben eine Stadt wurde.

Die Römer lieben aber diesen Mythos, deshalb wird überall in Rom an diese Geschichte erinnert. Später treffen sie eine Freundin im Kollosseum, der bekanntesten Kampfarena der damaligen und wahrscheinlich auch heutigen Welt.

In dieser Arena darf Fred einen restaurierten Aufzug ausprobieren, über den damals zum Beispiel die Gladiatoren „urplötzlich“ in der Arena auftauchten. Fred betritt den Aufzug, der langsam hochfährt und URPLÖTZLICH findet sich Fred im alten Rom wieder und erlebt den Alltag der Gladiatoren, des Medicus und der Sklaven. Er trifft neue Freunde und ist direkt dabei, wie der Kaiser Gnade walten lässt oder eben auch nicht.

Meinung:
Birge Tetzner ist Kunsthistorikern und professionelle Sprecherin für Hörbücher und auch das Radio. Dem Buch selbst merkt man das auch an. Es ist sehr durch die Dialoge geführt und man hat die ganze Zeit das Gefühl, LIVE dabei zu sein. Fred stolpert zuerst ein wenig planlos durch die Handlung und wundert sich sogar, warum niemand jetzt groß besonders darauf reagiert, dass er nicht aussieht, wie ein typischer Römer, trotz der historisch korrekten Tunika.

Tatsächlich war Rom aufgrund der schieren Größe ziemlich „bunt“ und es war nicht unbedingt etwas besonderes, wenn ein Germane ein Senator war oder ein Grieche als Händler umherlief. Was das betrifft, war Rom sehr tolerant, sogar toleranter, als man heute in vielen Ländern ist.

Illustrationen:
Die Illustrationen im Buch von Karl Uhlenbrock sind wunderschön gezeichnet und pendeln zwischen malerischen Realismus und Wildlife Art hin und her. Die Zeichnungen achten darauf, einen architektonisch korrekten Look zu haben. Das hilft beim Lesen sehr, noch tiefer in diese Geschichte einzutauchen.

Fazit:
Geschichte kann spannend sein. In diesem Fall ist sie es. Da das Buch sehr dialoglastig ist, habe ich mir auch das wunderbare Hörbuch geholt, das von Andreas Fröhlich als Erzähler und Remo Schulze als Fred gesprochen wurde. Auch dabei in einer seiner letzten Rollen, der großartige Jürgen Thormann. Andreas Fröhlich kennt man aus den 3 Fragezeichen, Thormann zum Beispiel als Alfred aus den Batmanfilmen oder sogar als Gandalf. Remo Schulze habt ihr vielleicht mal bei verbotene Liebe gesehen.

Man merkt, wie viel Liebe der Verlag und die Autorin in dieses tolle Buch gesteckt haben.

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