Am Mittwoch Morgen durfte ich schon morgens mit meiner Klasse in der Schule einer Lesung lauschen. @melaniegaranin kam nämlich im Rahmen der Kibum zu uns an die Schule und hat aus ihrem Buch „Voll Meschugge?!“ vorgelesen. Das Buch habe ich euch ja vor kurzem schon vorgestellt. Es ist wirklich zu empfehlen. Hier sind wichtige Themen wirklich toll eingearbeitet.
Danach hat sie uns ein „Making off“ gezeigt, also wie sie an einem Comic arbeitet. Hier war der Aspekt sehr spannend das es ja vorher schon die Serie dazu gab. Da muss dann ja wirklich alles stimmen. Einfach ist das bestimmt nicht.
Wir Schülern durften sie danach natürlich noch mit Fragen löchern die sie dann beantwortet hat.
Die Lesung selbst war auf jeden Fall super und ich hatte zwei abwechslungsreiche Schulstunden. So dürften die Schultage gerne öfter sein. 🙂
Am Dienstag Nachmittag ging es wieder zur Kibum nach Oldenburg.
Hier hat nämlich Max Parkos etwas aus seinem Buch Mätch! vorgelesen. Das Buch haben wir schon im März diesen Jahres gelesen und auch darüber geschrieben. Besonders gut hat uns schon damals die Idee des Kartenspiels gefallen.
Wir finden Max hat sein Buch toll vorgetragen. Mit den Zeichnungen auf der großen Leinwand, die sich teilweise sogar bewegt haben (daumenkinomäßig), hatte das gleich nochmal eine ganz andere Wirkung.
Nach dem Lesen durften wir alle unsere eigene Mätch-Karte gestalten. Diese Karten waren dann auch kurz darauf im Einsatz, weil Max alle Zuschauer gegen einander hat antreten lassen. Da war quasi ein riesiges Mätch-Turnier. Die Gewinnerin hat dann sogar ein Exemplar von Mätch! gewonnen. Das war ziemlich cool.
Auch heute war es wieder eine klasse Lesung die viel Spaß gemacht hat.
Die Tage hier auf der Kibum sind alle total unterschiedlich. Die Autoren tragen jeder auf seine Art ihre Bücher vor. Mit viel Einfallsreichtum sorgen sie dafür, dass jede Lesung einzigartig ist. Keine Lesung ist wie die andere und so freuen wir uns jetzt schon auf morgen und sind gespannt auf @patrick_wirbeleit
Mehrere Eisenschiffe im Atlantik und Pazifik werden in den 1860er-Jahren Opfer eines mysteriösen Angriffs! Doch welches Wesen ist in der Lage, Schiffe aufzuschlitzen? Der bekannte Tiefsee-Professor Arronax will der Sache auf den Grund gehen und begibt sich auf eine Expedition. Gemeinsam mit seinem Diener Conseil und dem Harpunier Ned Land tritt er seine Reise über die Weltmeere an. Aber das vermeintliche Meeresmonster entpuppt sich als Unterseeboot Nautilus – unter dem Kommando des mysteriösen Kapitän Nemo. Damit beginnt ein Abenteuer, das Arronax und seine Freunde an ungeahnte Orte tief verborgen im Meer führt. Und in tödliche Gefahr bringt.
Meine Meinung: Thilo Krapp hat sich die Geschichte von Kapitän Nemo vorgenommen und daraus eine Graphic Novel gemacht. Die Aufmachung dieser Geschichte als Comic ist insgesamt so hochwertig und wunderschön, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Damit haben wir schon mal meine Meinung zu diesem meisterlichen Buch.
Mein Papa schwärmt von den Geschichten von Jules Verne. Die hat er nämlich schon damals gehört. Immerhin hat Jules Verne diese Bücher schon 1869 geschrieben und sie wurden in verschiedenen Aufmachungen immer wieder präsentiert. Es gibt sogar einen Film von Disney, der allerdings laut Papa ziemlich von der Geschichte abweicht. Worum geht es? Nemo ist der Sohn einer reichen Familie, der mit ansehen musste, wie seine ganze Familie umgebracht wurde. Seinen Reichtum und sein Wissen steckte er in die Entwicklung der Nautilus, einem hochmodernen U-Boot.
Dieses U-Boot wird vom Wissenschaftler Pierre Aronnax, Autor eines Werkes über „Die Geheimnisse der Meerestiefen“, zuerst für einen Narwal gehalten, aber als er, sein Diener Conseil und der Harpunier Ned Land nach einem Zusammenstoß mit der Nautilus ins Meer gespült werden und von der Crew der Nautilus dann an Bord genommen werden, muss er seinen Irrtum eingestehen. Ned Land ist überhaupt nicht begeistert und versucht jede Chance zur Flucht zu ergreifen. Aronnax hingegen ist von Captain Nemo fasziniert. Ein hochintelligenter Wissenschaftler, der es geschafft hat, völlig ohne die Hilfe von Ländern und Regierungen unter Wasser zu leben, ist ja nichts alltägliches.
Die Verbitterung von Nemo hat ihn aber sehr rachsüchtig gemacht. Das Versenken von Schiffen und der Hass gegenüber anderer Menschen schwebt immer wieder bedrohlich über allem, aber auch Nemo muss sich selbst eingestehen, dass der Austausch mit den Menschen aus der „Über-Wasser-Welt“ neue Informationen bringt.
20.000 Meilen unter dem Meer ist ein Klassiker der Science-Fiction-Literatur und Thilo Krapp hat es geschafft, eine superspannende Graphic Novel zu bauen.
Über 200 Seiten sind vollcoloriert und wunderbar detailreich gezeichnet und ausgemalt. Manchmal wusste ich nicht genau, welches Panel ich als nächstes angucken musste, aber ich kam super durch die Geschichte durch. Am Ende des Buches gibt’s sogar noch eine Art „Making-Of“, in dem Thilo Krapp Skizzen und Entwürfe präsentiert. Dieses Buch ist eine fantastische Luxusausgabe dieser spannenden Geschichte.
Montag stand für uns bei der Kibum in Oldenburg nur eine Lesung an. Auf die haben wir uns aber ganz besonders doll gefreut. Luca hatte sogar das Glück heute Vormittag mit seiner Klasse auch schon genau dieser Lesung von @_nowherenow_ und seiner Tochter lauschen zu dürfen.
Während die beiden also richtig toll aus Zack vorgelesen haben hat @mariam_benarab, die extra aus Barcelona angereist ist, ganz coole Illustrationen live gefertigt.
Danach haben Volker Schmitt und seine Tochter, die das total super gut gemacht hat, aus dem Kibum Comicbuch vorgelesen. Hierin findet man nämlich einen Teil aus deren neuem Comicprojekt Eira das voraussichtlich 2024 erscheint. Für alle die auch in den Comic hineinschnuppern möchten man findet ihn unter https://www.kibum.de/documents/kibum-ebook/2022/kibum-comicbuch/#0 zum Lesen oder downloaden.
Mariam gab dann noch einen kleinen Zeichenkurs in dem es um Gesichter und Mimik. Wir alle durften mitmachen und waren mit Freude dabei zu zeichnen. Ich muss sagen Gesichter sind doch gar nicht so schwer umzusetzen.
Zum Schluss wurden sogar noch die während der Lesung entstandenen Illustrationen an die anwesenden Kinder verschenkt. Solche Erinnerungen mag ich ja total und hänge sie gerne in mein Zimmer.
Eine wirklich tolle Lesung mit drei total netten und lustigen Menschen. Zweimal ist übrigens nicht genug. Ich würde mir die Lesung sogar noch öfter ansehen.
„Ich hasse Mathematik!“ Mattis steht ganz schön auf dem Schlauch. Dabei schreibt er doch schon morgen die Klassenarbeit. Seine Mutter erklärt alles ganz anders als in der Schule und selbst sein bester Freund Kiste kann ihm diesmal nicht aus der Patsche helfen: Werkzeugkisten rechnen nun mal nicht, sie bauen. Ein Glück, dass der Zauberer Bartelstrunk früher auch immer schlecht in Mathe war. Er verspricht Mattis, ihm mit seinem eigenen Erfolgsrezept ein wenig unter die Arme zu greifen. Noch mal gutgegangen? Denkste! Sobald Kiste mit dabei ist, wird selbst die schönsten Mathemagie zur Katastrophe…
Meine Meinung: Mattis bester Freund ist eine magische Kiste. Sie kann sprechen und lebt bei dem Zauberer Tamäus Bartelstrunk. Mattis und Kiste erleben in diesen Comics gemeinsame Abenteuer. Mattis spielt Schultheater und ist da auch recht gut. Er kann seinen Text und liefert eine gute Leistung ab. Nach der Generalprobe wird er allerdings daran erinnert, dass am Montag zum einen das Mathe-Übungsheft fertig ausgefüllt sein soll und zum anderen wird auch eine Arbeit geschrieben. Mathe kann Mattis überhaupt gar nicht. Deshalb fragt er seinen Freund, den Zauberer um Rat.
Tatsächlich hat Tamäus einen Zaubertrank, aber da er einen anderen Termin hat, kann er den Trank Mattis erst einen Tag später geben. Das wäre für Mattis zu spät, also nimmt er sich selbst 10 Tropfen des Tranks und kann danach tatsächlich sehr gut Mathe. Der Trank hat aber Nebenwirkungen.
Uwe Heidschölter und Patrick Wirbeleit haben eine spannende, lustige Schulgeschichte gemalt und geschrieben. Kiste ist total süß und Mattis hat die normalen Probleme, die man als Schüler nun mal hat. Ich mag die Details hier sehr gerne. Dies war mein erstes Buch aus diesem Verlag das sich um Kiste dreht. Ich möchte auf jeden Fall auch noch die anderen Comics lesen.
Sonntagnachmittag hatten wir dann noch das Glück zu der Lesung von @alice.pantermueller und Daniela Kohl gehen zu können. Hier wussten wir nicht wirklich was uns erwartet. Irgendwie sowas wie Gregs Tagebuch, aber mit einem Mädchen. So wurde es uns wenigstens immer erzählt.
Alice Pantermüller hat dann angefangen zu lesen und total lebendig aus dem neuen Buch von Mein Lotta Leben – Alles Tschakka mit Alpaka – vorgelesen, während Daniela Kohl live für uns gezeichnet gezeichnet hat.
Von Mein Lotta Leben haben wir bisher noch nie etwas gelesen. Keine Ahnung warum, es war einfach nie ein Thema. Aber das was wir heute gesehen haben hat uns doch sehr gut gefallen. Es ist auch für Jungs eine lustige Geschichte.
Bisher gelesen haben wir von den beiden nämlich nur Florentine Blix. Das fanden wir richtig gut und wurde heute dann auch gleich signiert. Hier wurde verraten, dass im Frühjahr nächsten Jahres schon einen zweiten Teil geben wird. Da freuen wir uns schon sehr.
Auch hier gab es einen Eintrag in unser Erinnerungsbuch und ein Foto zum Schluss.
Wir hatten heute einen richtig tollen lesungsreichen Sonntag.
Der Sonntag hat mit einer Lesung von @mawilgram begonnen. Gelesen wurde Lucky Luke sattelt um. @mangakhan und die Organisatorin der #kibum Frau Peters haben ihn dabei stimmlich unterstützt. Die Lesung hat uns super gut gefallen. Die Geräusche, die Stimmen da hat es einfach gepasst. Wir kannten das Buch zwar schon aber so vorgetragen hat es doch eine ganz andere Wirkung gehabt.
Mawil hat sogar noch live für uns gezeichnet.
Toll war auch etwas über die Entstehung dieser Geschichte zu hören. Wie er dazu gekommen ist Lucky Luke zeichnen zu dürfen. Ganz besonders spannend war, was sich Mawil zu den Charakteren gedacht hat war total interessant.
Er hat dann sogar noch unser Buch signiert und mit uns ein Foto gemacht. Man kann nämlich bei den Lesungen immer am Stand von @isensee_buchhandlung_verlag die Bücher erwerben.
Mawil war super total nett. Dies war ein richtig cooler Start in den Tag.
Samstag hatten wir einen absolut einmaligen Megatag. Wir waren bei der Eröffnung der #kibumoldenburg in der @kulturetageoldenburg. Jeff Kinney hat seinen 17. Band von Gregs Tagebuch mit uns gefeiert. Die Show war richtig cool. Volle Vindl haben die Bühne gerockt. Greg selber war natürlich auch da . Es gab eine Fotowand, Greg-Tattoos, tolle Giveaways und natürlich signierte Bücher.
Zum Schluss durften wir noch ganz in Ruhe mit @jeffkinney ein Interview führen. Wir waren so aufgeregt aber es hat super geklappt. Jeff war total lieb und super sympathisch.
Aber beginnen wir mal am Anfang. Morgens haben wir uns zuhause erst einmal in unsere Rockstar-Outfits geschmissen. Auf dem Flyer zur Show stand nämlich, dass das beste Kostüm gekürt wird.
Wir sagen hier gleich mal, dass wir nicht gewonnen haben. Das hat nämlich ein Mädchen, die eine total coole Perücke und eine mega Sonnenbrille getragen hat. Das Outfit war schon richtig cool.
Als wir dann in der Kulturetage (hier fand das Event statt) angekommen sind, durften wir uns gleich mal die Bühne ansehen und uns Plätze aussuchen. Danach ging es nämlich in den Backstagebereich. Hier saßen alle, und ich meine wirklich alle, und haben Pizza gegessen. So kam es dann, dass auch wir eine Pizza in der Hand hatte und quasi neben Jeff gegessen haben. Das war schon irgendwie ein komisches Gefühl. Wir waren aber auch echt aufgeregt.
Luca hat dann auch gleich ein cooles Greg-Tattoo bekommen.
Danach ging es auch gleich wieder in den Besucherraum auf unsere Plätze. Hier konnte wir der Probe noch ein wenig zusehen bevor alle anderen Zuschauer eingelassen wurden.
Der Saal hat sich schnell gefüllt. Es waren aber auch restlos alle Karten vergriffen. Kein Wunder, die ganze Show war für Zuschauer komplett kostenlos. Das ist auf der Kibum übrigens normal. Auch die Lesungen sind alle umsonst.
Naja, die Show begann und Jeff kam auf die Bühne. Er hatte sich wirklichein tolles, interessantes und lustiges Programm überlegt. Es ging so ein bisschen darum, dass er aus scheinbar willkürlichen Leuten, die da waren versucht hat, die Band Volle Vindel zusammenzustellen. Klar war das alles abgesprochen, aber lustig gemacht war es trotzdem. Die Band die diesen Part übernommen hat sind übrigens die The Blue Lights aus Wildeshausen. Klaas aus der Band war sogar schon bei The Voice of Germany und hat es bis ins Finale geschafft. Total krass.
Kinder wurden auch immer wieder auf die Bühne geholt. Es gab auch viele tolle Belohnung und sogar auch richtig coole Gewinne. Hier stell ich einfach mal mehrere Bilder dazu ein, also von dem was auf der Bühne passiert (ohne die Kinder):
.
Die Bühnenshow hat sich also nach und nach in eine richtige Rockshow entwickelt und war einfach mega toll. Wir hatten richtig viel Spaß.
Als dann das Programm zuende war konnte man vor dem Saal am Stand von @isensee_buchhandlung_verlag , noch den neuen Band von Gregs Tagebuch 17 – Voll aufgedreht erwerben. Diese wurden vorab von Jeff schon signiert. Im oberen Bereich ging es dann noch weiter. Viele haben die tolle Fotowand genutzt (siehe unser Bild ganz oben hier im Beitrag) um rockige Bilder zu machen. Hier sind wir leider nicht dabei gewesen.
Für uns hieß es dann erstmal warten. Wir haben noch Freunde von uns getroffen und uns mit denen unterhalten. Danach haben wir unsere neuen T-shirt und Cappys angezogen. Passend zum neuen Buch hat die @buchstaben_bande uns damit nämlich ausgestattet.
Als dann die Gäste alle weg waren, sind wir auch wieder in den Backstage Bereich gegangen. Hier hat Jeff Kinney der Presse fleißig Interviews gegeben. Als er damit durch war hat er sich zu uns gesetzt. Mein Herz hat so dolle gewummert, gefühlt wie ein Presslufthammer. Aber er war super nett. Er hat in unser Erinnerungsbuch gezeichnet, ein Foto mit uns gemacht und dann haben wir auch mit unserem Interview angefangen. Dieses könnt ihr euch unter https://www.kibum.de/bookbrothers/ ansehen.
Nach diesem Tag waren wir glücklich und total platt.
„Ulf, wir haben EINMAL einen richtigen Fall! Und du willst nicht ermitteln?!“ Tita, Otto und Heiko verstehen die Welt nicht mehr. Gemeinsam mit Ulf klären sie Verbrechen aller Art auf. Na ja, das würden sie jedenfalls gern. Aber was nützt die beste Detektivbande, wenn es an der Schule weder Bösewichte noch den kleinsten sonderbaren Vorfall gibt?! Das ändert sich schlagartig, als die Neue in ihre Klasse kommt: Uli. IST die komisch! Voll verdächtig! Wenn das nicht das spannende Geheimnis ist, auf das sie gewartet haben! Nur Ulf findet Uli eigentlich ganz nett. Bis sie bei ihren Nachforschungen eine unglaubliche Entdeckung machen…
Meine Meinung: Das Cover sieht super mysteriös aus. Die Illustrationen sind auch super so farbenfroh. Die Figuren sind sehr lustig gezeichnet. Die haben große Köpfe und so lange schlackernde Arme und Beine.
Ulf ist Mitglied in einer Detektivbande. Zusammen mit seinen Freunden Otto, Tita und Heiko wird alles mögliche ermittelt. Das Problem ist nur: Es gibt nichts zu ermitteln, weil einfach gar nichts passiert. Es gibt keine Superschurken, es gibt keine Verbrechen und im Grunde leben Ulf und seine Freunde in einer stinknormalen, langweiligen Ortschaft. Aber plötzlich passiert doch etwas. In Ulfs Klasse kommt eine neue: Uli. Und irgendwas gibt’s bei Uli doch bestimmt zu ermitteln. Immerhin sieht sie komisch aus. Die Eltern von Uli sind auch irgendwie merkwürdig. Vielleicht sind sie Rockstars? Uli isst nie in der Caféteria der Schule und wieso braucht sie eigentlich so viel Aluminiumfolie? Uli ist seltsam, davon ist insbesondere Otto sehr überzeugt. Deshalb muss Uli observiert werden. Ulf findet das irgendwie gar nicht so richtig lustig, weil die „Ermittlungen“ schon sehr heftig in die Privatsphäre von Uli eingreifen und er sie und ihre Eltern eigentlich für ganz normal hält. Aber tatsächlich ist etwas EXTREM merkwürdig an Uli. Sie hat eine Rakete in ihrem Garten. Ist sie vielleicht sogar eine echte Außerirdische?!
Das Comic ist farbenfroh gestaltet und jede der Figuren hat seine Besonderheiten. Ulf ist die „normalste“ Figur, weil er dieses ausspionieren schon irgendwie seltsam findet. Otto und sieht Dinge wo keine sind, Tita ist super im Nachforschungen anstellen und Heiko hat immer Bauchschmerzen bei allem, was er tut. Der Zeichenstil ist bunt und einfach gehalten. Ich fand die Geschichte sehr spannend und lustig. Ottos Art aber war manchmal etwas extrem.
Im ganzen hat mir dieser Comic aber sehr gut gefallen. Sogar so gut, dass ich ihn mir nachdem ich ihn aus der Bücherei geliehen hatte gleich noch selber gekauft habe.
Murr ist ein Revolverheld, wie er im Buche steht: Grimmig, brutal, ein Schurke ohne Furcht und Skrupel. So kommt es, wie es kommen muss: Nach einem Tete-a-tete mit der Frau des Sheriffs landet Murr am Galgen, wo ihm zum ersten Mal der Tod höchstpersönlich gegenübertritt. Diese Begegnung verändert alles: Mit seiner Sterblichkeit konfrontiert, bekommt Murr es mit der Angst zu tun und fordert vom Tod einen Deal. Und dieser schlägt einen Tausch vor: Eine starke Emotion gegen eine andere. Statt der Angst zu sterben, erführe Murr nun zum Ausgleich echte Liebe zu einem anderen Lebewesen. Amüsiert wählt Murr sein getreues Pferd Sam als Subjekt dieser Liebe. Doch wieso ist jetzt alles noch viel Furcht erregender?
Meine Meinung: Auf dem Cover sieht man Murr, einen Banditen, auf seinem Pferd im Sonnenuntergang sitzen. Das sagt schon viel darüber aus, was für eine Geschichte wir erwarten können. Murr ist seit seiner Geburt böse und rücksichtslos. Schon als Kind hat er sich seine Pistole geschnappt, das Licht gelöscht und versucht, die Monster unter seinem Bett zu erschießen. In der Schule stellen die Lehrer auch schnell fest: Murr kann nur eins werden: Bandit.
Genau darin ist Murr dann auch ziemlich gut. Er erschießt Bären zum Spaß, auch Bärenbabys sind vor ihm nicht sicher. Er spielt im Saloon falsch, weil er sich viel mehr auf das Duell draußen freut, als auf das eigentliche Spiel. Dann macht Murr aber einen Fehler und wird vom Sheriff erwischt. Bei den Vorstrafen bleibt nur der Tod am Strick.
Dort trifft Murr den Tod, dann auch von Angesicht zu Angesicht. Murr stirbt nicht, aber von nun an kann Murr den Tod sehen. Murr bemerkt ihn immer in irgend einer Ecke sitzen und beginnt, sein Leben mehr zu wertschätzen. Allerdings nicht, ohne sich ständig mit dem Tod darüber zu streiten, dass die dauernde Anwesenheit dessen echt nervig ist. Dies macht ihm halt auch Angst. Da bietet der Tod Murr einen Handel an, eine Emotion gegen eine andere. Ob Murr weiß auf was er sich da einlässt?
Man könnte nun meinen, dass wir hier einen ernsthaften Comic zum Thema Leben und Tod im wilden Westen haben. Haben wir aber nicht. Murr ist nie wirklich sympathisch und seine Frechheit ist wirklich für mehrere Lacher gut. Ich habe beim Lesen oft grinsen müssen. Die Zeichnungen sind einfach total genial. Murrs Welt ist in klassischen Westernfarben gehalten worden. Murr sieht immer mürrisch aus, zumindest so lange, bis ihm seine eigene Sterblichkeit bewusst wird und er die Tragweite seines Handels begreift.
Das Comic ist nicht wirklich für jüngere Kinder unter 10-12 Jahren geeignet, denn Murr steht z.B. nackt am Galgen oder ist hat mit einer Frau im Bett. Das wird nicht großartig gezeigt, aber ich weise trotzdem mal eben drauf hin. Also trotz der niedlichen Zeichnungen sollte man nicht zu jung sein.