unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar
Autor: @joshsilverauthor
Übersetzerin: @jessikakomina und @sandraknu
Verlag: @magellan.young.new
Inhalt:
In dem dystopischen Jugendthriller HappyHead von Josh Silver geht es um den siebzehnjährigen, unsicheren Seb. Er wird für die Pilotrunde der Einrichtung „HappyHead“ ausgewählt, dabei handelt es sich um ein verpflichtendes Mental-Health-Programm, das die globale Depressionskrise der Jugend durch therapeutische Maßnahmen und die Förderung von Selbstvertrauen heilen soll. Seb und seine Eltern sind zunächst begeistert, in der Hoffnung, dass diese Chance ihn positiv verändert und seine Eltern endlich einmal stolz auf ihn sein können.
Doch kurz nach der Ankunft, bemerkt Seb, dass das Programm äußerst strange ist. Die Jugendlichen werden in Teams eingeteilt. Sebs Gruppe besteht aus drei weiteren Personen: dem mysteriösen und rebellischen Finn, Ash sowie der ehrgeizigen Streberin Eleanor. Den Jugendlichen wird direkt ein Chip unter die Haut gepflanzt, die Mitarbeiter lächeln ununterbrochen geradezu unheimlich, und die Methoden schwanken extrem: Neben harmloser Meditation werden Seb und sein Team beispielsweise auch für mehrere Stunden(!) in einen Käfig gesperrt. Zudem müssen die Teilnehmer täglich ihre Zimmer wechseln. Von den insgesamt 150 Zimmern sind die niedrigsten Nummern die luxuriösesten und die höchsten die schlimmsten.
Gemeinsam müssen sie stressige Challenges wie Campen im Wald oder die Suche nach einem passenden Partner meistern. Laut „HappyHead“ dienen die Aufgaben dazu, Kreativität, Teamwork und Selbstvertrauen zu stärken. Tatsächlich ist die Organisation selbst der wahre Antagonist, der die Kinder anhand ihrer Leistungen in den brutalen Prüfungen rigoros aussortiert. Das wahre Ziel von „Happy Head“ ist dabei so bösartig, dass ich es hier gar nicht spoilern will. Nur soviel: Es geht mal wieder um die Schere zwischen arm und reich.
Meinung:
Das Buch hat mir extrem gut gefallen! Es ist durchgehend spannend, baut eine übelst beklemmende Atmosphäre auf und glänzt mit einem großartigen, rasanten Erzähltempo. Auch optisch macht das Buch mit seinem wunderschönen Design und dem coolen Farbschnitt richtig was her.
Besonders stark sind die Charaktere geschrieben. Man fühlt mit jedem Einzelnen mit, da ihre inneren Konflikte wunderbar authentisch dargestellt werden. Während der Prüfungen fängt Eleanor an, mit Seb zu flirten, was dieser jedoch gar nicht mag. Hier entspannt sich eine subtile queere Geschichte, die sich aber nicht in die Handlung aufdringt.
Fazit:
HappyHead ist ein fesselnder, psychologischer Abenteuerritt mit starken Twists, der einen komplett in seinen Bann zieht. Die miesen Methoden der Organisation und die emotionale Reise der vielschichtigen Figuren machen die Geschichte zu einem echten Leseerlebnis. Nach dem offenen Ende freue ich mich schon riesig auf den zweiten Teil („Dead Happy“). Ich empfehle das Buch jedem ab 13 Jahren!
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