Back to Mars – Kampf um die Freiheit

unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar

Autor: @derchristianlinker
Illustrator: @maxmeinzold
Verlag: @dtv_verlag

Inhalt:
Will und seine Freunde leben nach den Ereignissen des ersten Buches reich, aber zurückgezogen in verschiedenen Teilen der Welt, während Jonto und Solnik auf dem Mars sind. Im ersten Teil der Reihe hat die Gülcan-Crew eine unfassbar starke Energiequelle gefunden. Diese ermöglicht es, dass es trotz Klimakrise und einer recht dystopischen Version der Erde zumindest keine Energiekrise mehr gibt.

Die Erde hat sich seitdem weiterentwickelt, und mittlerweile leben auch Menschen auf dem Mars – allerdings gelten dort völlig andere Regeln. Im Jahr 2100 geht es auf dem roten Planeten noch sehr konservativ zu; zudem bilden Milliardäre und Großkonzerne die Regierung.

Will wird zufällig darauf aufmerksam, dass Jonto (die bekannte Figur aus *„Boy from Mars“*) sich angeblich gegen diese Machthaber ausgesprochen hat und deshalb ins Gefängnis geworfen wurde. Gemeinsam mit seinen Freunden versucht Will nun, irgendwie auf den Mars zu gelangen. Um Jonto und Solnik freizubekommen, müssen sie der dortigen Regierung jedoch ein Tauschgeschäft anbieten – und auch ihr eigener Ruhm auf der Erde wirft mittlerweile Schattenseiten auf. Es entspinnt sich eine komplexe Geschichte über Freundschaft, Klima, Politik, Neofaschismus, gewaltfreien Widerstand und die Macht der Medien.

Meinung
Da ich das erste Buch gelesen habe, wollte ich unbedingt wissen, wie es mit der Crew um Gülcan, Will, Jonto und all den anderen Figuren weitergeht. Christian Linker hat einen wahnsinnig flüssigen Schreibstil, mit dem er auch komplizierte Themen leicht verständlich erklärt.

Im Buch wird gegendert, und tatsächlich ist das sogar eines der zentralen Themen der Handlung: Während auf dem Mars traditionell von Freunden, Malern, Tischlern und Piraten gesprochen wird, hat sich auf der Erde im Jahr 2100 das generische Femininum durchgesetzt. Ich fand es richtig genial, dass mir das anfangs gar nicht aufgefallen ist – erst, als dieses sprachliche Detail in einem Gespräch zwischen zwei Figuren explizit thematisiert wurde.

Ich habe daraufhin noch einmal zwei bis drei Seiten zurückgeblättert und erst dann bemerkt, dass das Buch bis dahin komplett auf die männliche Form verzichtet hatte. Also, liebe Lesende, die immer behaupten, Gendern würde den Lesefluss zerstören: Überraschung, das tut es absolut nicht!

Die Geschichte selbst hat mir sehr gut gefallen. Vor allem die Tatsache, dass Pläne der Gang eigentlich nie wie vorgesehen funktionieren, sie deshalb spontan improvisieren müssen und dadurch meistens ein noch viel befriedigenderes Ergebnis erzielen, fand ich großartig. Der Mars und die dortige Politik sind spannend beschrieben und – gemessen daran, wer in der heutigen Realität tatsächlich Ambitionen hat, den Mars zu besiedeln – wahrscheinlich sogar erschreckend nah an der Wirklichkeit.


Fazit:
Alles in allem ein wunderbares Science-Fiction-Buch, das eine fesselnde Geschichte erzählt und sich trotzdem wunderbar leicht lesen lässt.

Buchreihe:
Boy from Mars
Back to Mars – Kampf um die Freiheit

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